Hochwasserrisikogebiete

Nach „Harvey“ entwirft die WWF Katastrophenszenario für Deutschland

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Der Tropensturm "Harvey" überflutete die gesamte Burnet Bay in Houston. 

Wäre eine katastrophale Hochwasserlage wie in Houston auch hierzulande denkbar?  Die Umweltschutzorganisation WWF liefert eine besorgniserregende Antwort auf diese Frage. 

Berlin - Angesichts der katastrophalen Hochwasserlage in der US-Metropole Houston hat die Umweltschutzorganisation WWF vor ähnlichen Verhältnissen in Deutschland gewarnt. "Eine Situation wie in Houston kann es bei gravierenden Starkregenereignissen auch in Deutschland geben", erklärte Georg Rast, WWF-Referent für Hochwasser und Hydrologie, am Freitag in Berlin. Bei einem solchen Wetterereignis könne etwa "das komplette Oberrheingebiet unter Wasser stehen". 

Zahlreiche Großstädte wie Mannheim, Dresden und Teile von Berlin wären betroffen

"Hierzulande sind in wenigen Tagen noch deutlich höhere Regenmengen möglich als jene aus diesem Sommer im Raum Berlin", erklärte Rast. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten wären demnach immens. "Die Überflutungen in Texas verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Flüssen ihren natürlichen Strömungsraum zu lassen." Der technische Hochwasserschutz habe Grenzen. Großstädte wie Mannheim, Dresden oder Teile Berlins lägen in Hochwasserrisikogebieten, warnte der WWF.

 Wichtige Infrastruktur wie Kläranlagen, Raffinerien oder Chemieparks müsse "besser abgesichert und, wo das nicht möglich ist, notfalls auch zurückgebaut werden", forderte die Umweltschutzorganisation. "Es kann nicht sein, dass man nach einem Hochwasser in ausgewiesenen Risikogebieten beschädigte oder zerstörte Gebäude und Infrastruktur einfach wieder aufbaut - nur um dann bei der nächsten Flut erneut vor derartigen Problemen zu stehen", erklärte Rast.

AFP

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