In Friedland 

Nach mutmaßlicher Attacke mit Hunden auf Afrikaner: Neues zu den Tätern

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Symbolbild.

Vier Tage nach einer Attacke auf Afrikaner in Friedland ist das Motiv für die Tat weiter unklar. Eine Gruppe von Deutschen hatte zwei vorbeikommenden Eritreern zunächst Hunde hinterhergehetzt und sie dann noch geschlagen.

Friedland - Vier Tage nach einer Attacke auf Afrikaner in Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist das Motiv für die Tat weiter unklar. „Die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung hat der Staatsschutz nun übernommen“, sagte eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg am Montag. Verdächtig sind zwei 21 und 31 Jahre alte Männer aus dem Trinkermilieu. Die Rolle von zwei Hunden, von denen es anfangs hieß, sie seien auf die Zuwanderer gehetzt worden, sei inzwischen aber relativiert worden.

„Wir können nicht sagen, ob die Hunde aufgehetzt wurden oder sie in ihrem Spieltrieb den Männern hinterherliefen“, erklärte die Polizeisprecherin. „Wir sind dabei, die Gesamtumstände des Vorfalls aufzuklären.“ Je nach dem Ermittlungsstand sollen die jeweils 26 Jahre alten Zuwanderer aus Eritrea und die Verdächtigen, bei denen fast zwei Promille Alkohol gemessen wurden, in Kürze vernommen werden.

Tatverdächtige sollen Opfer gekannt haben

Laut Polizei sollen die Zuwanderer am 19. April mit Rädern an sechs stark angetrunkenen Einheimischen vorbeigefahren sein. Deren zwei Hunde seien den Asylbewerbern hinterhergelaufen. Auch drei Männer und eine Frau der Gruppe seien hinterhergelaufen. Die Verdächtigen sollen die Eritreer angehalten, geschlagen und ihre Räder in den Teich geworfen haben. Die Attackierten hätten keine erkennbaren Verletzungen erlitten und seien in ihre nahe gelegene Unterkunft zurückgekehrt.

Wie der Neubrandenburger „Nordkurier“ berichtete, sollen sich die Tatverdächtigen und ihre Opfer flüchtig gekannt haben, da beide Parteien immer wieder am See unterwegs sind. Die Beteiligten hätten sich inzwischen untereinander entschuldigt, berichtete die Zeitung. Die Verdächtigen seien bislang wegen Alkoholmissbrauchs und diverser Straftaten bekannt - aber nicht wegen politisch motivierter Taten, sagte die Polizeisprecherin.

dpa

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