Mutter verkaufte Sohn (9)

Missbrauchs-Martyrium in Freiburg: Jetzt spricht die Schwester des Stiefvaters

Angehörige des Hauptverdächtigen im Fall des sexuell missbrauchten Jungen in Freiburg haben sich geäußert. Sie sollen dem Kind nichts angemerkt haben.

Freiburg - Im Fall des vermutlich jahrelang sexuell missbrauchten Jungen in Freiburg wollen enge Angehörige des Lebensgefährten der Mutter von dem Martyrium des Jungen nichts mitbekommen haben. Man habe ihm nichts angemerkt, sagten in einem am Sonntagabend ausgestrahlten „Spiegel TV“-Bericht Mutter und Schwester eines Hauptverdächtigen. Der 39-Jährige hat mit der 47-Jährigen zusammengelebt, die ihren neunjährigen Sohn nach Ermittlerangaben knapp zwei Jahre lang im Internet gegen Geld für Sex vermietet haben soll. Auch der Mann soll beteiligt gewesen sein, wie Oberstaatsanwalt Michael Mächtel in dem Bericht sagte.

Der Junge sei pfiffig gewesen, ein schlauer Bursche, sagte die Schwester des Mannes. „Da hat man nichts angemerkt.“ Er habe viel gespielt mit einem Gameboy. Er habe zu ihrem Bruder „Papa“ gesagt, sagte die Frau. „Deswegen hat man nichts gemerkt, das ist es ja.“

Vorbestrafter Sexualstraftäter

Der Deutsche ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter und wohnte verbotenerweise bei seiner ebenfalls deutschen Freundin und ihrem Sohn. Die Mutter des Verdächtigen sagte in dem Interview, dass ihr Sohn mit Anfang 30 eine Beziehung zu einem 14 Jahre alten Mädchen gehabt hätte. Sie sprach bei „Spiegel TV“ auch von „pädophilen Dingern auf dem Computer“ ihres Sohnes.

Neben dem Mann und der Lebensgefährtin sitzen sechs weitere Männer zwischen 32 bis 49 Jahren wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung in Untersuchungshaft. In einem Fall ist auch bereits Anklage erhoben worden - gegen wen, wollten die Ermittler noch nicht sagen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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