Fünf Hektar standen in Flammen

Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände im Emsland gelöscht 

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Um den Moorbrand zu bekämpfen fliegt die Bundeswehr weiter Löscheinsätze mit Transporthubschraubern.

Ein Waffentest der Bundeswehr hat Anfang September einen Flächenbrand ausgelöst. Wochenlang waren Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beschäftigt. Doch nun gibt es im Emsland eine gute Nachricht.

  • Fünf Hektar Moorland auf einem Testgelände der Bundeswehr in Meppen (Niedersachsen) standen wochenlang in Flammen. 
  • Ein Waffentest am 3. September hat den Moorbrand verursacht.
  • Der Landkreis Emsland hatte den Katastrophenfall ausgerufen, nach knapp drei Wochen wurde er aufgehoben. 
  • Spezialpioniere der Bundeswehr halfen beim Löschen des Moorbrandes.    
  • Verteidigungsministerin von der Leyen schaltete sich ein und entschuldigte sich für den Brand.
  • Das betroffene Bundeswehrgelände wurde durchsucht. 

Update vom 10. Oktober 2018:

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen im niedersächsischen Emsland ist nach Angaben der Streitkräfte endgültig gelöscht. „Bilder des gestrigen Tornadoaufklärungsflugs zeigen keine Wärmenester", teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit. Aufklärungsflüge mittels Drohnen fänden aber weiterhin statt.

Der Brand war am 3. September durch bei großer Trockenheit vorgenommene Raketentests der Bundeswehr ausgelöst worden. Er fraß sich unterirdisch durch die Moorlandschaft. Laut Bundeswehr brannte es zwischenzeitlich auf einer Fläche von etwa zwei mal vier Kilometern. Hunderte Brandbekämpfer waren im Einsatz.

Bundeswehr prüft nach Moorbrand auf radioaktive Strahlung

Update vom 5. Oktober 2018:

Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand bei Meppen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. Jens Flosdorff, sprach allerdings am Freitag in Berlin von einer "rein vorsorglichen Maßnahme". Erste Messergebnisse ergaben dem Ministerium zufolge keine Hinweise auf eine erhöhte Belastung durch radioaktives Uran.  


Katastrophenfall nach Moorbrand im Emsland aufgehoben

Update vom 27. September, 10.05 Uhr

Seit mehr als drei Wochen schwelt der Moorbrand in Niedersachsen bereits - doch nun gibt es zumindest ansatzweise gute Nachrichten: der Katastrophenfall wurde aufgehoben. Das teilte Landrat Reinhard Winter am Donnerstag mit. „Nach intensiver fachlicher Beratung mit den verantwortlichen Stellen der Bundeswehr und des niedersächsischen Innenministeriums habe ich mich entschieden, den Katastrophenfall aufzuheben“, sagte er. „Mit Blick auf das aktuelle Brandgeschehen und den Löscheinsatz auf dem Gelände der Bundeswehr können wir derzeit ein Evakuierungsszenario für unsere emsländischen Gemeinden ausschließen - und weitgehende Normalität kann wieder in das öffentliche Leben einziehen.“

Wasserschläuche defekt - Feldjäger prüfen den Vorfall

Update vom 26. September 15.38 Uhr

Um den Moorbrand zu bekämpfen fliegt die Bundeswehr weiter Löscheinsätze mit Transporthubschraubern. In der Nacht zum Mittwoch habe ein möglicher Fall von Sabotage den Einsatzkräften zu schaffen gemacht, ist auf der Facebookseite der Bundeswehr in Niedersachsen zu lesen. An Wasserschläuchen sei ein Defekt festgestellt worden. Die Feldjäger überprüften den Vorfall, außerdem soll das Gelände engmaschiger bewacht werden.

Ansonsten kommen die Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Moorbrandes im Emsland kommen voran. „Es ist ein massiver Rückgang der Glutnester erkennbar“, sagte der Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im niedersächsischen Innenministerium, Klaus Wickboldt, am Mittwoch in Hannover.

Ein Ende des Einsatzes sei aber noch nicht absehbar. Dennoch wolle die Bundeswehr die Löscharbeiten auf dem Übungsgelände nahe Meppen bis Ende der kommenden Woche wieder vollständig selbst übernehmen. Der Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehr solle nach und nach zurückgefahren werden.

Bundeswehr setzt Tornado-Aufklärungsflüge fort

Update vom 25. September 13.45 Uhr:

Die Lage beim Moorbrand in Meppen sei stabil, teilte die Bundeswehr mit. Um Brandnester im Boden zu lokalisieren sind am Dienstag wieder Tornados der Luftwaffe mit Kameras im Einsatz. 



Update vom 24. September, 15.48 Uhr:

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände im Emsland hat nach Einschätzung des Landesumweltministeriums in Hannover zu nachhaltigen Schäden für Umwelt und Tierwelt geführt. Wichtiger Lebensraum sei durch den noch immer nicht gelöschten Brand verloren gegangen, teilte das Ministerium am Montag im Umweltausschuss des niedersächsischen Landtages mit. Belastbare Schätzungen zur Höhe des ausgestoßenen Kohlendioxids seien noch nicht möglich.

Gesundheitlich relevante Grenzwerte seien nach bisherigen Messungen im Umfeld des Moores nicht überschritten worden, sagte der Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Landesinnenministerium, Klaus Wickboldt. Als Hauptproblem bei dem Moorbrand bezeichnete der Referatsleiter die mangelhafte Koordination mit der Bundeswehr.

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände in der Nähe von Meppen. 

Schießerprobung von Airbus Helicopters löste Moorbrand bei Meppen aus

Update vom 24. September, 11.22 Uhr:

Der Moorbrand auf einem Testgelände der Bundeswehr im Emsland ist bei einer Schießerprobung mit einem Hubschrauber von Airbus Helicopters entzündet worden. Dabei sei am 3. September ein Kampfhubschrauber Tiger eingesetzt gewesen, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht des Militär-Blogs „Augengeradeaus“. Der Flug sei im Rahmen eines Bundeswehr-Auftrags durchgeführt worden.

Update vom 24. September, 09.27 Uhr:

Nach dem Moorbrand auf einem Testgelände der Bundeswehr im Emsland ist ein Ende der Löscharbeiten noch nicht in Sicht. Vor Ort sei die Lage aber entspannt, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag. „Wir haben jetzt die vierte ruhige Nacht in Folge erlebt.“ Die oberirdischen Feuer seien durch die Löscharbeiten und den Regen mittlerweile erloschen, allerdings gebe es noch unzählige unterirdische Glutnester. Die Bilder einer Wärmebildkamera würden weiter ausgewertet.

Am Montag soll sich der Umweltausschuss des Landtags in Hannover mit dem Brand beschäftigen. Die Landesregierung will die Mitglieder des Gremiums über den Fortgang der Löscharbeiten informieren.

Die Bundeswehr hatte das Feuer vor rund drei Wochen mit einem Raketentest entfacht. Der Landkreis hatte am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Bekämpfung eines Moorbrandes ist besonders schwierig, weil der Brand sich nicht von oben nach unten ausdehnt, sondern auch unter der Oberfläche wütet.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen entschuldigt sich für Moorbrand

Update vom 22. September, 13.51 Uhr:

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich bei einem Vor-Ort-Besuch wegen des Moorbrandes im Emsland nochmals persönlich bei den Bürgern entschuldigt. „Wir haben hier wirklich eine Scharte auszuwetzen“, sagte sie am Samstag im Gespräch mit Bürgern und Helfern in der Ortsmitte von Stavern.

Am Freitag hatte der Landkreis Emsland erwogen, die Ortschaften Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1100 Einwohnern zu evakuieren. Von der Leyen entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, die die Bundeswehr den Anwohnern des Geländes nahe Meppen verursacht habe.

Der Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände schwelt seit mittlerweile gut zwei Wochen. Er war auf dem Übungsgelände ausgebrochen, als von einem Hubschrauber aus Raketen abgefeuert wurden. Nach Bundeswehrangaben hat der Brand zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst. Der Fall beschäftigt mittlerweile auch die Justiz: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen Unbekannt.

Protokolle und Datenträger der Bundeswehr werden sichergestellt

Update vom 21. September, 19.18 Uhr: 

Wegen des Moorbrandes bei Meppen haben vier Polizisten und zwei Staatsanwälte am Freitag das betroffene Bundeswehrgelände durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft am frühen Abend mit. Die Beamten ermitteln gegen unbekannt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vorgenommen worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden. Den Start des Ermittlungsverfahrens hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgegeben.

Ziel der Durchsuchungen sei es gewesen, unter anderem Datenträger und Protokolle sicherzustellen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Unterlagen sollten Aufschluss darüber geben, wie genau die Schießübung abgelaufen ist und ob es dabei Verstöße gegen brandschutzrechtliche Schutzvorschriften gegeben haben könnte. Zu möglichen Erkenntnissen machten die Ermittler keine Angaben.

Moorbrand bei Meppen im Emsland aus dem All zu sehen

Update vom 21. September: Mehr als zwei Wochen brennt das Moor im Emsland. Ein Raktetentest der Bundeswehr löste bei Meppen den Flächenbrand aus. Die Rauchwolke ist so fulminant, dass sie sogar aus dem All zu sehen ist. Das Bild eines Wettersatelliten zeigt sie aus einer Entfernung von 800 Kilometer.

Der Moorbrand bei Meppen ist auf einem Satellitenbild zu sehen.

Moorbrand auf Bundeswehrgelände im Emsland: Starke Winde verschärfen Lage

Stürmische Winde drohen den Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen in Niedersachsen anzuheizen und haben am Freitag zu einer Verschärfung der Lage geführt. Der Kreis Emsland rief den Katastrophenfall aus und forderte die Bewohner von zwei Ortschaften auf, sich vorsichtshalber auf eine mögliche Evakuierungsaktion vorzubereiten. Die Bundeswehr entsandte zusätzliche Pioniereinheiten, Bundesverteidigungsminister Ursula von der Leyen (CDU) will die betroffene Region am Samstag besuchen.

Dem Kreis zufolge ist zu erwarten, dass sich Rauchbelästigung und Funkenflug durch die Winde verschärfen. Eine genauere Prognose sei nicht möglich, hieß es. Wenn sich die Lage verschlechtere, könnten die Orte Groß Stavern und Klein Stavern evakuiert werden.

"Wir wappnen uns für alle Eventualitäten", erklärte dazu Landrat Reinhard Winter (CDU). "Ob überhaupt evakuiert werden muss, ist natürlich abhängig vom Verlauf der Löscharbeiten auf dem Areal der Bundeswehr sowie den sich verändernden Wetterbedingungen."

Moor auf Bundeswehr-Gelände brennt seit zwei Wochen

Katastrophenfall nach Moorbrand bei Meppen im Emsland ausgerufen

Wegen einer möglichen Verschärfung der Lage bei dem großflächigen Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen schließen die Behörden eine Evakuierung von Anwohnern nicht mehr aus. Der Kreis Emsland rief am Freitag den Katastrophenfall aus und forderte die Bewohner von zwei Orten auf, sich vorsorglich auf eventuelle Räumungen vorzubereiten. Diese seien aber nicht geplant. "Wir wappnen uns für alle Eventualitäten."

Möglicherweise muss nach Moorbrand ein dritter Ort im Emsland evakuiert werden 

Wegen des Moorbrands auf einem Bundeswehr-Testgelände bei Meppen müssen im schlimmsten Fall drei Orte evakuiert werden. Sollte der Wind die Rauchwolken ungünstig treiben, müssten auch die 7500 Einwohner der Gemeinde Sögel in Sicherheit gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Landkreises Emsland am Freitag.

Das Ministerium räumt nach Moorbrand Kritik ein 

hr Ministerium räumte nach teils heftiger Kritik aus Niedersachsen ein, dass es im Informationsverhalten Verbesserungsbedarf gegeben habe, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin weiter sagte.

Die Kritik daran, was auf lokaler und regionaler Ebene an Informationen gelaufen sei, sei berechtigt. Das Ministerium entschuldige sich dafür. Mittlerweile würden die Landräte und andere Verantwortliche jeden Morgen umfassend unterrichtet. Zudem sei ein Bürgertelefon eingerichtet worden, mit dem auch über mögliche Gesundheitsgefahren aufgeklärt werde.

Die Bundeswehr stellt nach Moorbrand unbefristet Hochleistungspumpen und Pipelines zur Verfügung 

Das Ministerium bedauere außerordentlich, dass es durch den Test zu dem Brand gekommen sei, sagte der Sprecher in Berlin. Die Bundeswehr stelle unbefristet Hochleistungspumpen, Pipelines, Verpflegung zur Verfügung. Spezialpioniere seien im Einsatz.

Es seien Untersuchungen angelaufen, ob die Abwägung des Risikos vor dem Raketentest durch die Bundeswehr korrekt gewesen sei, ob bedacht worden sei, wie dringend der Test angesichts des warmen, trockenen Wetters überhaupt gewesen sei, so der Sprecher. „Es finden dort ständig Brände statt“, erläuterte er. Das sei bei Munitionstests unvermeidbar. Im diesem Fall sei ein erster Brand erfolgreich gelöscht worden. Bei einem zweiten Brand dann habe es aber einen Defekt an einer Löschraupe gegeben.

Moorbrand: Verteidigungsministerin von der Leyen (CDU) will sich ein Bild von dem Moorbrand machen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will sich selbst ein Bild von dem Moorbrand auf einem Bundeswehr-Testgelände in Niedersachsen machen. Sie komme am Samstag nach Meppen, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums am Freitag in Berlin. Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ über den geplanten Besuch von der Leyens berichtet. Wann genau die Ministerin eintreffen werde, sei noch nicht klar, sagte der Sprecher.

Der Landkreis Emsland hatte am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen, weil aufkommender Sturm den Brand frisch anfacht. Er war vor mehr als zwei Wochen infolge von Raketentests der Bundeswehr ausgebrochen. Rauch zog zeitweise zu Orten, die mehr als 100 Kilometer von dem Brand entfernt liegen.

Naturschutzbund schätzt, dass durch den Moorbrand 500.000 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen wurden

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände im Emsland hat nach Einschätzung des Naturschutzbundes (Nabu) bereits zu einem Ausstoß von 500 000 Tonnen Kohlendioxid geführt. Unzählige Insekten und Reptilien könnten vor der Hitze nicht fliehen und verendeten, teilte der Nabu am Freitag mit. Darüber hinaus sei die Belastung für die Rauch-Menschen in den angrenzenden Ortschaften sowie für die Einsatzkräfte hoch.

Der Nabu kritisierte die Schießübungen der Bundeswehr in dem ausgetrockneten Moor, die den Brand ausgelöst hatten. Alle Moorflächen müssten auf Bewässerungen überprüft werden. Positive Beispiele an einigen Standorten zeigten, dass sich nasse Moore und eine weitere militärische Nutzung nicht ausschließen müssten.

500 zusätzliche Einsatzkräfte der Feuerwehr sollen verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet

 Mit 500 zusätzlich angeforderten Einsatzkräften will die Feuerwehr im Emsland ein Übergreifen des Moorbrandes auf zivile Flächen außerhalb des betroffenen Bundeswehrgeländes verhindern. Vier Kreisfeuerwehren mit insgesamt 500 Mann seien angefordert worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Hannover.

Die Feuerwehrmänner würden in der Nähe des Bundeswehrgeländes postiert, um sofort reagieren zu können, sollte der Brand auf den zivilen Flächen übergreifen. Weil befürchtet wird, dass ein aufkommender Sturm den Brand frisch anfachen könnte, hatte der Landkreis Emsland am Freitagmorgen den Katastrophenfall ausgerufen.

Insgesamt sind nach Angaben des Innenministeriums derzeit 782 Kräfte auf dem Bundeswehrgelände mit einem großen Löscheinsatz beschäftigt. 

Moorbrand: Die Bundeswehr setzt ein Regiment Spezialpioniere ein

Gegen den Moorbrand auf einem Testgelände der Bundeswehr bei Meppen setzt die Armee jetzt ein Regiment Spezialpioniere ein. Ein Vorkommando des Regiments aus Husum sei bereits am Brandort eingetroffen, sagte eine Bundeswehr-Sprecherin am Freitag. Die Bundeswehr bezeichnet diese Soldaten als „Handwerker in Uniform“. Sie sollen in Meppen unter anderem die Wasserversorgung für den Löscheinsatz sicherstellen und andere logistische Aufgaben übernehmen. „Das Feuer ist unter Kontrolle, aber der Druck auf die Einsatzkräfte ist nach wie vor hoch“, sagte die Sprecherin. Weitere Details zum Brand wollte die Bundeswehr im Tagesverlauf auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Auch kreiszeitung.de* und nordbuzz.de* haben viele Infos und Bilder zum Moorbrand.

Landrat Reinhard Winter nach Moorbrand: „Der Schutz der Bevölkerung steht an erster Stelle.“ 

"Ob überhaupt evakuiert werden muss, ist natürlich abhängig vom Verlauf der Löscharbeiten auf dem Areal der Bundeswehr sowie den sich verändernden Wetterbedingungen", erklärte Landrat Reinhard Winter (CDU). "Da der Schutz der Bevölkerung für uns an erster Stelle steht, möchten wir aber die Staverner frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass eine Evakuierung nicht mehr undenkbar ist."

Moorbrand in Meppen: Rauchbelastung könnte sich verstärken 

Nach Angaben des zuständigen Kreises ist zu erwarten, dass sich Rauchbelästigung und Funkenflug durch den Brand verschärfen. Eine genauere Prognose sei aber nicht möglich, hieß es. Wenn sich die Situation verschlechtere, könnten die Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern evakuiert werden. Die Maßnahmen seien mit eng mit dem niedersächsischen Innenministerium abgestimmt worden. Zudem werde ein Netz an Messpunkten zur Rauchüberwachung aufgebaut.

Landespolitik befürchtet Gesundheitsgefärdungen nach Moorbrand

 Die niedersächsischen Landespolitik befürchtet wegen des Moorbrands gesundheitliche Belastungen für die Bevölkerung. Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte am Freitag im Norddeutschen Rundfunk an, das Land werde die Lage selbst untersuchen.

Zur Begründung verwies er darauf, dass der Kreis Emsland und die Bundeswehr etwas abweichende Angaben zur Belastung gemacht hätten. Laut Bundeswehr gebe es keine Gefahr, der Kreis spreche zumindest von einer "Gesundheitsbelastung", sagte der Minister. "Wir werden sehen, dass wir eigene Erkenntnisse bekommen."

Moorbrand: Die Grünen fordern weitere Analysen

Der Landkreis hatte unter Verweis auf Luftmessungen der Feuerwehr am Mittwoch mitgeteilt, dass nach der Einschätzung seiner Fachleute keine Gesundheitsgefahren für die Anwohner bestünden. "Die Rauchentwicklung ist das aktuell dringlichste Problem für die Anwohner, gleichwohl weisen wir darauf hin, dass unser Fachbereich Gesundheit aktuell keine Gesundheitsgefährdung durch den Qualm erkennt", hatte Landrat Reinhard Winter (CDU) erklärt.

Die Grünen im niedersächsischen Landtag forderten vom Land, Messdaten zu veröffentlichen und weitere Analysen zu machen. Die Regierung müsse "Verantwortung" übernehmen, sagte deren Expertin Meta Janssen-Kucz der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag. Es müsse "dringend" geklärt werden, ob Schul- und Kindergartenkinder sowie Arbeitnehmer sich unbedenklich im Freien aufhalten könnten.

Brandgeruch war bei Moorbrand sogar in Hamburg wahrnehmbar

Seit mehr als zwei Wochen brennt ein Moor auf einem Gelände der Bundeswehr im Emsland. Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen den die Flammen, die durch einen Raketentest entstanden. Der Rauch zieht  zieht weithin über das Land und sorgt für Beschwerden.

Auch im fast 200 Kilometer entfernten Hamburg war nach Angaben der Behörden bei bestimmten Windrichtungen teilweise Brandgeruch wahrnehmbar. Die Grenzwerte für Feinstaub würden trotzdem seit Beginn der Brände an keiner Stelle überschritten, teilte die Umweltbehörde mit. Die Luftqualität werde ständig kontrolliert.

Update vom 20. September: 

Wegen des Moorbrandes auf einem Übungsgelände der Bundeswehr beim niedersächsischen Meppen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. „Da kommen Branddelikte in Betracht, insbesondere die Brandstiftung und möglicherweise auch Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind“, sagte Sprecher Alexander Retemeyer am Donnerstag.

Moorbrand: Ermittlungen wurden aufgrund von Medienberichterstattung eingeleitet

Seine Behörde werde Kontakt zur Bundeswehr aufnehmen, um sich einen Überblick über die Hintergründe des Feuers zu verschaffen. Retemeyer zufolge hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgrund der Medienberichterstattung eingeleitet. „Es sollen auch Strafanzeigen unterwegs sein, die haben wir noch nicht gesehen“, sagte der Sprecher. Da die Staatsanwaltschaft nicht gegen Firmen oder Institutionen ermitteln könne, richte sich das Verfahren zunächst gegen unbekannt. Über die Ermittlungen hatte zuvor der NDR berichtet.

Mehr als 1000 Einsatzkräfte waren bei Moorbrand vor Ort

Der Brand wurde durch Raketentests Anfang September ausgelöst und hat sich inzwischen auf eine Fläche von mehr als 1000 Fußballfeldern ausgedehnt. Einer Bundeswehrsprecherin zufolge ist die Lage inzwischen unter Kontrolle. Am Donnerstagvormittag waren mehr als 1000 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand zu löschen.

Update vom 19. September:

Der Moorbrand auf einem Bundeswehr-Schießplatz im niedersächischen Meppen hat am Dienstagabend für starken Brandgeruch in weit entfernten Regionen gesorgt. 

In Bremen gingen nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers am Dienstagabend mehrere hundert Notrufe wegen Brandgeruchs ein. Auch zu Sichtbehinderungen sei es im Stadtgebiet gekommen. Die Hansestadt ist mehr als 100 Kilometer vom Brandort entfernt.

Moorbrand durch Bundeswehr: Amtliche Warnung der Behörden

Betroffen waren unter anderem auch die Bewohner der Kreise Oldenburg, Verden, Cloppenburg, Vechta und Diepholz. Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen forderte die Anwohner der Landkreise am Dienstagabend auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Moorbrand: Raketentest der Bundeswehr löst Flächenbrand aus - seit zwei Wochen löscht die Feuerwehr

Die Meldung vom 18. September

Nach Raketentests auf einem Moorgebiet im niedersächsischen Meppen kämpfen Feuerwehrleute der Bundeswehr seit rund zwei Wochen gegen einen Flächenbrand. „Im Moment versuchen wir, möglichst viel Wasser zum Brandort zu bringen, um den Boden zu durchnässen“, sagte ein Bundeswehr-Sprecher am Montag. „Wir werden auf jeden Fall diese Woche noch beschäftigt sein.“ Menschen kamen bislang nicht zu Schaden.

Moor auf Bundeswehr-Gelände brennt seit zwei Wochen

Hubschrauber feuerte Raketen ab und verursachte Moorbrand

Entstanden war das Feuer bei einem Waffentest: Von einem Hubschrauber hatten Soldaten Raketen abgefeuert. Eigentlich hätte die Bundeswehr-Feuerwehr mit einer Löschraupe das Feuer nach dem Test gleich löschen sollen, doch die Löschraupe fiel aus und ein weiteres solches Fahrzeug war gerade in der Werkstatt. So konnte sich der Schwelbrand ausbreiten, bis ein Löschhubschrauber einsatzbereit war.

Moorbrand in Meppen durch Bundeswehr: Gefahr war wohl bekannt

Nach Angaben des Sprechers ist es nicht der erste mehrwöchige Brand auf dem Testgelände. 2010 habe ein Feuer rund sechs Wochen gebrannt, ehe es gelöscht werden konnte.

Moor auf Bundeswehr-Gelände brennt seit zwei Wochen

Die Bundeswehr wartet seit Jahren auf die vor langer Zeit bestellten Puma-Schützenpanzer. Jetzt kommt raus: Viele Soldaten sind sowieso zu groß für die Panzer.

Verteidigungsministerin Von der Leyen äußerte sich zuletzt zur Wehrpflicht-Debatte und fordert lieber „motivierte Experten“. Ein CSU-Bundestagsmitglied erklärte, der Wehrpflicht-Vorstoß ist „ausgemachtes Sommertheater“.

Ein weiteres Großbrand-Drama spielte sich im Kloster Rottenbuch ab, wie merkur.de* berichtet. Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Bei einem riesigen Waldbrand in Brandenburg gab die Polizei mehrere Warnungen heraus.

In Bremen Mahndorf wurde am Freitagmorgen bei Gleisarbeiten eine Sprenggranate gefunden, wie nordbuzz.de berichtet. Nach erfolgreicher Evakuierung soll die Granate am Nachmittag gesprengt werden.

Bei der Kartoffelernte schwebte ein Bauer bei Oldenburg von einem Moment auf den anderen in Lebensgefahr, als er plötzlich eine Granate statt einer Kartoffel in der Hand hielt.

dpa/AFP

*merkur.dekreiszeitung.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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