Todkrankes Kind

Gericht stoppt Behandlungsabbruch: Hoffnung für Baby?

Der Fall eines wenige Monate alten Säuglings, dem die lebenserhaltenden Apparate nach einem Urteil abgeschaltete werden sollten, erschütterte die Welt. Nun könnte es Hoffnung für seine Eltern geben.

Straßburg - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Eltern eines todkranken Babys in Großbritannien neue Hoffnung gegeben. Bis Dienstagmitternacht müssen die Ärzte versuchen, das Kind am Leben zu halten, entschieden die Straßburger Richter am Freitag. Charlie solle dabei so behandelt und gepflegt werden, dass er so wenig Qualen wie möglich erleide und größtmögliche Würde behalte.

In Großbritannien hatten die Eltern einen Rechtsstreit gegen die Ärzte verloren. Die Eltern wollten Charlie in die USA bringen, um ihn an einer experimentellen Therapie gegen seine seltene, genetische Erkrankung teilnehmen zu lassen. Die Spezialisten, die den neun Monate alten Jungen behandeln, sind allerdings überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen. Die Gerichte gaben den Medizinern Recht.

Die Entscheidung des Menschenrechtsgerichtshof ist nur vorläufig. Die Straßburger Richter wollen in der Zwischenzeit die Beschwerde der Eltern prüfen. (Beschwerde-Nr. 39793/17)

dpa

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