Erstickungsgefahr

Mehrere Tiere gestorben: Blaualgenalarm an Berliner See

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Auf einem Schild, das von Unbekannten an einem Baum am Tegeler See angebracht wurde, wird vor Gift gewarnt. Foto: Lino Mirgeler

Berlin (dpa) - Bei einem der am Tegeler See in Berlin gestorbenen Hunde ist Blaualgengift nachgewiesen worden. Das sagte Tierarzt Kai Rödiger dem "Tagesspiegel". Natürlich liege der Verdacht nahe, dass die anderen Hunde auch daran gestorben seien.

"Aber es kann sein, dass einer an einem Herzinfarkt stirbt, der andere an einem Hirnschlag." Er könne weitere andere Todesursachen noch nicht ausschließen. Gesichert sei bisher nur diese eine Information. Das Wasser des Sees war bisher laut Polizei als Todesursache ausgeschlossen worden.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hatte am Freitag vor einem Blaualgenbefall am Tegeler See gewarnt. Es wurde abgeraten, an befallenen Stellen zu baden, Wasser zu schlucken oder angespülte Algen zu berühren. Blaualgen sind Bakterien, die sich bei hohen Wassertemperaturen schnell vermehren und Giftstoffe absondern. Verschluckt man größere Mengen Wasser, können die Gifte die Lunge lähmen und zum Ersticken führen.

Am Tegeler See starben mehrere Hunde, später wurden wenige Kilometer entfernt 15 tote Wildtiere gefunden - 14 Füchse und ein Wildschwein.

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