Masken sind abgestaubt

Narri-Narro: Fünfte Jahreszeit im Südwesten

Villingen-Schwenningen - Das „Narri-Narro“ dürfte in den kommenden Wochen wieder öfter im Südwesten Deutschlands zu hören sein: In Baden-Württemberg haben die Fastnachter am Dienstag das närrische Treiben begonnen.

Dort startet die Fastnacht traditionell am Dreikönigstag.

Mitglieder zahlreicher Zünfte machten sich wie in Villingen-Schwenningen auf den Weg von Haus zu Haus und befreiten die hölzernen Narren-Masken symbolisch vom Staub des Vorjahres. Vielerorts beginnt die närrische Zeit auch mit dem „Einschnellen“ - also dem Knallen von Peitschen.

In Stockach nahe dem Bodensee wollte das sogenannte Narrengericht am Abend bekanntgeben, welchem Prominenten am 12. Februar - am „Schmotzigen Dunschtig“ - der Prozess gemacht wird. Im vergangenen Jahr hatte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vor der närrischen Justiz verantworten müssen: Er wurde zu einer Strafe von drei Eimern Wein zu je 60 Litern und 200 Litern Bier verurteilt.

Die Fastnacht im Südwesten ist vorwiegend traditionell geprägt. Die Narren verkörpern meist Figuren aus der Dorf- und Stadtgeschichte sowie Fabelwesen und Tiere.

dpa

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