Anklage wegen Totschlags

Mann gesteht: Schwiegervater im Streit erwürgt

Dessau-Roßlau - Im Streit um eine Bankvollmach hat ein Mann aus Sachsen-Anhalt seinen 75 Jahre alten Schwiegervater erwürgt.

Das gestand der 53-jährige Angeklagte zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Dessau-Roßlau. Anlass sei die Bankvollmacht gewesen, die ihm der Senior entziehen wollte.

Sein Schwiegervater habe ihn bei dem Wortgefecht wie schon viele Male zuvor beleidigt und gedemütigt. „Ich wollte ihn ruhig stellen, dass er mich verbal nicht mehr niedermacht.“ Er habe die Tat am 23. Januar in Köthen unter Alkohol und wie in Trance begangen, sagte der Angeklagte am Dienstag und kämpfte dabei mit den Tränen.

Laut Obduktionsbericht starb der 75-Jährige wenig später an den Folgen des Würgegriffs. Der 53-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Tat im Affekt begangen hat.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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