Streit um Fassade

Luxuskaufhaus Samaritaine: Gericht hebt Baustopp auf

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Paris - Das historische Luxuskaufhaus Samaritaine im Herzen von Paris darf nach einem langen Rechtsstreit doch weiter umgebaut werden.

Der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht hob am Freitag den von zwei untergeordneten Gerichten verhängten Baustopp auf. Der weltgrößte französische Luxusgüterhersteller LVMH will „La Samaritaine“ unter anderem zu einem Luxushotel und Büroräumen umgestalten.

Stein des Anstoßes für die Kritiker des Umbaus war die Außenarchitektur des Komplexes, der bis zur berühmten Pont Neuf an der Seine reicht. Für einen bereits abgerissenen Teil des Ensembles hat das japanische Architekturbüro Sanaa eine Fassade aus siebenstöckigen, gläsernen Wellen unterschiedlicher Größe vorgesehen. Der Staatsrat entschied nun, dass diese Pläne nicht gegen die Vorschrift einer Integration in das Stadtbild verstoßen. Die Entscheidung ist endgültig.

Die unter Napoléon Bonaparte angelegte Ost-West-Achse Rue de Rivoli war später Teil der Arbeiten des berühmten Pariser Stadtentwicklers Georges-Eugène Haussmann. An der Straße liegen neben dem ehemaligen Kaufhaus auch der Louvre und das Pariser Rathaus, das Hôtel de Ville.

dpa

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