Katastrophe mit 21 Toten

Loveparade: Angehörige von Opfern wollen Strafprozess

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Kerzen brennen in Duisburg an der Unglücksstelle der Loveparade 2010.

Düsseldorf - Hinterbliebene von Loveparade-Opfern dringen auf einen Strafprozess zur Aufarbeitung der Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 600 Verletzten.

Die Eltern von drei bei dem Techno-Festival gestorbenen Besuchern übergaben dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die Daten von mehr als 350 000 Online-Unterstützern. "Es kann nicht sein, dass es keine Verantwortung gibt", sagte Gabi Müller. Die Initiatorin der Petition verlor bei dem Unglück vor sechs Jahren ihren Sohn. Die Unterstützer-Unterschriften stammen auch aus Spanien und Italien, woher auch Opfer kamen.

Nachdem das Landgericht Duisburg im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen Mängeln nicht zur Hauptverhandlung zugelassen hatte, haben Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Beschwerde eingelegt. Darüber muss in den kommenden Monaten das Düsseldorfer OLG entscheiden. Ein Vertreter des Gerichts nahm die Unterschriften am Montag entgegen und betonte zugleich, der zuständige Senat werde unabhängig von der Petition ausschließlich nach Recht und Gesetz entscheiden.

Am Vorabend, dem sechsten Jahrestag der Tragödie, hatten Menschen in Duisburg mit einem Meer aus Kerzen an die Opfer erinnert.

dpa

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