Lebenslange Haft für Mutter von toten Babys gefordert

+
Beamte der Spurensicherung betreten ein Haus im bayerischen Wallenfels. Die Polizei hat hier die sterblichen Überreste von acht Säuglingen gefunden. Foto: Nicolas Armer/Archiv

Coburg (dpa) - Für die Mutter der acht toten Babys von Wallenfels hat der Staatsanwalt eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes in vier Fällen gefordert.

Außerdem beantragte er, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. In diesem Fall müsste die Frau voraussichtlich mindestens etwa 20 Jahre im Gefängnis bleiben.

"Es gab keine Drucksituation, keine Nötigungssituation", sagte Oberstaatsanwalt Martin Dippold im Prozess in Coburg (Bayern). Die 45-Jährige habe aus niederen Beweggründen gehandelt. Für den Vater der Babys forderte Dippold vier Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord in vier Fällen. Er habe von allen acht Schwangerschaften gewusst und seiner Frau die Sicherheit gegeben, die Taten ausführen zu können.

Zum Prozessauftakt hatte die Mutter über ihren Anwalt eingeräumt, mehrere Säuglinge getötet zu haben. Ein psychiatrischer Gutachter erklärte die 45-Jährige für voll schuldfähig. Sie habe weder eine psychische Krankheit noch sei sie alkoholsüchtig.

Acht Babyleichen waren im vergangenen November im oberfränkischen Wallenfels gefunden worden. Bei vier toten Babys konnte nicht geklärt werden, ob die Kinder nach der Geburt lebten und ohne medizinische Hilfe lebensfähig waren. Die acht Säuglinge waren in Plastiktüten und Handtücher gewickelt und versteckt worden.

Kommentare

Meistgelesen

Krass: Darum sollten Sie Klos mit solchen Kleiderhaken meiden
Krass: Darum sollten Sie Klos mit solchen Kleiderhaken meiden
Flammen von Linienbus setzen Haus in Brand
Flammen von Linienbus setzen Haus in Brand
Lkw kippt auf Geländewagen und tötet Mutter und Sohn
Lkw kippt auf Geländewagen und tötet Mutter und Sohn
Knips-Verbot: Darum sind in diesem Schwimmbad Fotos tabu
Knips-Verbot: Darum sind in diesem Schwimmbad Fotos tabu
United Airlines: So geht es mit dem rausgeworfenen Passagier weiter
United Airlines: So geht es mit dem rausgeworfenen Passagier weiter