Mindestens 200 Mordopfer

Lateinamerika gefährlichste Region für Umweltschützer

+
Das Bild zeigt Berta Caceres in Rio Blanco, Honduras. Die Umweltaktivistin wurde im März 2016 einen Tag vor ihrem 43. Geburtstag von mehreren Bewaffneten ermordet. Foto: The Goldman Environmental Prize/dpa

Bogotá (dpa) - Mindestens 200 Umweltschützer, Landaktivisten und Wildhüter sind nach Angaben der Organisation Global Witness im vergangenen Jahr weltweit getötet worden. Die gefährlichste Region war Lateinamerika, mit Brasilien und Kolumbien an der Spitze, wie aus einem Bericht der Organisation hervorgeht.

"Diese Welle der Gewalt wird ausgelöst von einem heftigen Kampf um Ländereien und natürliche Ressourcen. Unternehmen aus den Bereichen Bergbau, Holzwirtschaft, Wasserkraft und Landwirtschaft treten in ihrem Streben nach Gewinnen Menschen und die Umwelt mit Füßen", heißt es in dem Bericht.

In Brasilien wurden im vergangenen Jahr 49 Umweltaktivisten getötet, in Kolumbien stieg die Zahl der Mordopfer um 42 Prozent auf 37. Es folgen die Philippinen und Indien. "Umweltschützer und Landaktivisten stehen häufig politischen, wirtschaftlichen und kriminellen Interessen im Weg, die sich zusammentun, um natürliche Ressourcen auszubeuten", schreiben die Experten von Global Witness.

Bericht Global Witness

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Ehefrau mit 29 Messerstichen getötet - Mordprozess in Karlsruhe
Ehefrau mit 29 Messerstichen getötet - Mordprozess in Karlsruhe
Einer der gefürchtetsten Paten: Ehemaliger Mafia-Boss Toto Riina gestorben
Einer der gefürchtetsten Paten: Ehemaliger Mafia-Boss Toto Riina gestorben
Baby nach drei Tagen im iranischen Erdbebengebiet lebendig geborgen
Baby nach drei Tagen im iranischen Erdbebengebiet lebendig geborgen
Italiens "Boss der Bosse" stirbt in der Haft
Italiens "Boss der Bosse" stirbt in der Haft
Nach blutigem Angriff auf Frau in Bäckerei: Urteil gegen Ehemann gefallen
Nach blutigem Angriff auf Frau in Bäckerei: Urteil gegen Ehemann gefallen