Das sollte uns zu denken geben

Kulturwissenschaftler weiß, warum der Aprilscherz in der Krise steckt

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Der Regensburger Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder sieht einen Niedergang des Aprilscherzes. Woran das seinen Recherchen nach liegt, erklärt er hier. 

Regensburg - Der Regensburger Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder sieht einen Niedergang des Aprilscherzes. „Er ist in der Krise, zumindest im privaten Bereich“, sagte er dem „Straubinger Tagblatt“ (Samstag). „Aus meiner Sicht hat sich die Witz-Kultur durch die Medien stark verschoben. Das Verulken, der private Witz, ist aus der Mode gekommen.“ Für einen guten Scherz sei eine Face-to-Face-Situation erforderlich, sagte Hirschfelder. „Man denkt aber, die Komiker im Fernsehen seien sowieso viel lustiger, und die eigene Idee nicht so gut. Wir delegieren den Humor deshalb an eine vermeintliche Elite in den Medien.“

Er sagt: „Die Medien überfüttern uns quasi rund um die Uhr mit platter Comedy und zotigen Witzchen.“ Wir hätten uns „von einer Witz- zu einer Beleidigungskultur entwickelt. Quasi von Heinz Erhardt und Theo Lingen hin zu Dieter Bohlen.“ Hirschfelder lehrt an der Universität Regensburg vergleichende Kulturwissenschaften.

Es gibt übrigens mehrere Theorien, wie der Brauch, seine Mitmenschen am 1. April „in den April zu schicken“, entstanden ist, wie tz.de* schreibt.  

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnsetzwerks

dpa

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