Urne statt Sarg

Krematorien profitieren von Trend zur Einäscherung

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Etliche Krematorien setzen mehr denn je auf Service und Transparenz. Foto: Thomas Frey

Der Trend geht zur Einäscherung. Davon profitieren Krematorien. Ihre Konkurrenz und ihr Service nehmen zu. Das größte befindet sich im Taunus.

Dachsenhausen (dpa) - Weil sich in Deutschland immer mehr Menschen nach ihrem Tod einäschern lassen, wächst die Zahl der Krematorien. "In den letzten 15 Jahren sind bundesweit etwa 35 Krematorien dazugekommen. Jetzt sind es insgesamt rund 160", teilte die Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen mit.

Etwa ein Drittel davon werde bereits privat betrieben. Die bundesweit größte Anlage sei das Rhein-Taunus-Krematorium in Dachsenhausen (Rheinland-Pfalz). Dieser Familienbetrieb zählte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 31 000 Einäscherungen.

Seit Jahrzehnten steigt der Anteil der Urnenbestattungen in Deutschland stetig. Nach Branchenschätzungen wurde 2015 bei gut 60 Prozent aller 925 000 Verstorbenen eine Einäscherung gewählt, 2011 sollen es noch 55 Prozent gewesen sein. Auch in den kommenden Jahren werde mit einem leichten Anstieg gerechnet. "Die Feuerbestattung wird die Regelbestattung werden", sagte der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, Stephan Neuser, in Düsseldorf. Damit könne eine jahrzehntelange Grabpflege für Angehörige entfallen, die heute oft weiter weg wohnten als früher.

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