Strategische Neuausrichtung

Kranich-Linie Lufthansa schützt keine Kraniche mehr

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Die Lufthansa Group zieht sich aus dem Kranichschutz zurück.

Der Kranich prangt auf dem Seitenruder der Lufthansa-Flotte. Seit Jahren engagiert sich der Konzern auch beim Schutz der Tiere. Damit ist jetzt Schluss.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa Group zieht sich nach 26 Jahren als bedeutender Sponsor des Kranichschutzes in Deutschland zurück. Der Konzern, der den Kranich als Wappentier führt, beendet sein Engagement nach eigenen Angaben zum Jahresende. Eine Sprecherin des Flugkonzerns begründete die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung des gesellschaftlichen Engagements auf soziale und humanitäre Themenfelder. Der Kranich begleitet die deutsche Luftfahrt seit etwa 100 Jahren - zunächst als Logo für die Deutsche Luft-Reederei (DLR), dann für die Lufthansa.

Die Kranichschutz Deutschland gGmbH - die in Groß Mohrdorf in Mecklenburg-Vorpommern ein Kranichinformationszentrum betreibt - fallen mit dem Rückzug der Lufthansa Group nach eigenen Angaben ein Drittel der Haushaltsmittel weg. Lufthansa sei maßgeblich an der Stärkung des Kranichschutzes in Deutschland beteiligt gewesen, sagte der Geschäftsführer von Kranichschutz Deutschland, Günter Nowald.

Kraniche rasten auf einem Feld nahe der Ortschaft Günz bei Groß Mohrdorf in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Kranichschutz Deutschland gGmbH als Tochtergesellschaft des Naturschutzbundes (Nabu) erforscht zusammen mit Wissenschaftlern aus anderen Ländern auch das Brut- und Rastverhalten der bis zu 1,20 Meter großen Zugvögel. Der Norden Vorpommerns gilt als einer der bedeutendsten Kranichrastplätze in Zentraleuropa. Etwa 120 000 Tiere legen jeden Herbst auf dem Darß, der Insel Rügen und dem nördlichen Festland einen Zwischenstopp während ihres Flugs von Nordeuropa zu den Überwinterungsgebieten in Spanien und Frankreich ein.

dpa

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