17 Verletzte

Karfreitag in Sevilla: Vandalen schüren gezielt Terrorangst

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Viele Menschen verließen die Prozession in Sevilla vorzeitig

Sevilla - Ein übles Spiel haben Vandalen mit Prozessionsbesuchern in Sevilla getrieben: Die Täter schürten Terrorangst, unter den Teilnehmern entstand Panik - mit bösen Folgen.

Unruhestifter haben bei der traditionellen Karfreitagsprozession im südspanischen Sevilla offenbar gezielt die Besucher in Terrorfurcht versetzt. Acht Menschen wurden nach Polizeiangaben vom Freitag festgenommen, weil sie durch Rufe, laute Geräusche mit Metallgegenständen und wildes Gestikulieren die Furcht vor einem Terroranschlag schürten und zahlreiche Besucher in die Flucht trieben. Die Behörden gehen von Vandalismus aus. 

17 Menschen wurden mit Verletzungen und wegen Panikattacken in Krankenhäuser gebracht, einer von ihnen hatte schwere Verletzungen am Kopf davongetragen. 

Keine Verbindung zu IS oder ETA - „Hooliganismus“ vermutet

Die Täter hätten "so viel Panik wie möglich" verbreiten wollen, sagte der Vertreter der spanischen Zentralregierung in Sevilla, Ricardo Gil-Toresano. Es habe sich wohl um "Vandalismus und Hooliganismus" gehandelt, einen terroristischen Hintergrund gebe es offenbar nicht. Es seien weder Verbindungen zur Dschihadistenmiliz IS noch zur baskischen ETA erkennbar. 

Augenzeugenberichten zufolge haben die Täter Lärm gemacht und dabei auch "Allah ist groß" gerufen. Besucher flohen in Panik durch die Gassen und über Brücken, weil sie einen Terroranschlag fürchteten, viele von ihnen stürzten. 

Regierungsvertreter Gil-Toresano sagte, die Täter hätten "Panikbewegungen" ausgelöst, die dann einen "Dominoeffekt" erzeugt hätten. Sicherheitsbeamte hätten die Situation wieder unter Kontrolle gebracht, die Prozession sei fortgesetzt worden.

AFP

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