Kannibalische Höhlenlurche im Harz könnten Eltern werden

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Grottenolme leben seit etwa 80 Jahren in der Rübeländer Hermannshöhle. Foto: Jens Wolf

Rübeland (dpa) - In einer Tropfsteinhöhle im Harz könnten mehr als 60 Jahre alte Lurche demnächst Nachwuchs bekommen. Erstmals wurden im See der seltenen Grottenolme Eier gefunden.

"Wir haben wohl ein einziges Mal die Möglichkeit, das zu beobachten", sagte Markus Mende, der als Vize-Tourismus-Chef der Stadt Oberharz am Brocken für die Lurche mitverantwortlich ist. Die Eier wurden in separaten Aquarien untergebracht - zum Schutz vor dem kannibalischen Appetit der Grottenolme.

Sollten die Eier befruchtet sein, könnten im Mai oder Juni Larven schlüpfen. Seit ihrer künstlichen Ansiedlung in der Rübeländer Hermannshöhle in den 1930er und 1950er-Jahren haben sich die Grottenolme noch nie fortgepflanzt.

Die Tiere sehen aus wie eine Mischung aus Aal, Wurm und Albinosalamander. Der natürliche Lebensraum der Lurche sind Karsthöhlen entlang der Adriaküste.

Artbeschreibung Grottenolm des Landesamts für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

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