Verschiedene Käufer in Deutschland

Internetplattform "Migrantenschreck": Waffenhändler in Ungarn festgenommen

Der mutmaßliche Betreiber der Internetplattform "Migrantenschreck" ist am Mittwoch in Ungarn verhaftet worden. Er soll in insgesamt 193 Fällen illegal Schusswaffen verkauft haben. 

Der mutmaßliche Betreiber der Internetplattform "Migrantenschreck" ist am Mittwoch in Ungarn verhaftet worden. Der Vorwurf lautet auf illegalen Waffenhandel, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte. Der 34 Jahre alte Mario R. stehe im Verdacht, in insgesamt 193 Fällen Schusswaffen an verschiedene Käufer in Deutschland illegal verkauft zu haben.

R. betrieb den Angaben der Ermittler zufolge von Mai bis November 2016 von Ungarn aus einen illegalen Online-Waffenversandhandel mit dem Namen "Migrantenschreck". Die Waffenverkäufe habe er über eine von ihm betriebene Firma und mehrere ungarische Kontoverbindungen abgewickelt. Im Zuge seiner Festnahme seien in Budapest und Barcs zwei Objekte durchsucht worden, dabei seien verschiedene Beweismittel - insbesondere Datenträger - beschlagnahmt worden.

Er soll seine Kunden in Deutschland gegen Flüchtlinge bewaffnet haben

Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wollen die Berliner Ermittler nun die Auslieferung von R. nach Deutschland erreichen. Nach Informationen von ARD, "Süddeutscher Zeitung" und der Nachrichtenseite "Motherboard" wollte R. seine Kunden in Deutschland gegen Flüchtlinge bewaffnen. Bei den Waffen soll es sich um in Deutschland verbotene Gaspistolen gehandelt haben.

Im vergangenen Juli hatten Zollfahnder bei Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg und Thüringen 13 Schusswaffen gefunden, die sich Waffenkäufer aus Deutschland über die Internetseite Migrantenschreck.ru besorgt hatten. Die Ermittlungen richteten sich damals gegen insgesamt gegen 14 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 66 Jahren.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Michael Reichel

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