Große Gefahr

Indische Wildhüter jagen menschenfressende Tigerin

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Wildhüter in Indien machen Jagd auf ein gefährliches Tigerweibchen. (Symbolbild)

Bewaffnete Wildhüter haben in Indien eine Tigerin gejagt, die vier Menschen getötet und zum Teil gefressen haben soll. Das Tier war schon zuvor auffällig geworden.

Vier weitere Menschen wurden von der Raubkatze verletzt, wie der Chef eines Tigerreservats am Donnerstag sagte. Das zwei Jahre alte Tigerweibchen Kala wurde zunächst im Juli gefangen, nachdem es zunächst zwei Dorfbewohner in Brahmapuri im Bundesstaat Maharashtra getötet hatte. Kurze Zeit später wurde es im Wildtierreservat Bor freigelassen, tötete wenig später aber erneut zwei Menschen, zuletzt Anfang der Woche eine Frau.

Ein Gericht habe den Abschuss des Tigerweibchens erlaubt, sagte der Chef des Pench Tiger Reservats, Rishikesh Ranjan, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir können sie erschießen, aber wir würden sie lieber fangen und betäuben." Mittels eines GPS-Senders solle Kala so schnell wie möglich eingefangen werden, weil sie "Panik unter den Dorfbewohnern verbreitet", sagte Ranjan. Ihr jüngstes Opfer habe sie zu einem "großen Teil" aufgefressen. Tiger greifen normalerweise keine Menschen an. Manche Experten aber gehen davon aus, dass die Tiere auf den Geschmack kommen können, sobald sie einmal Menschenfleisch gefressen haben.

In Indien lebt mehr als die Hälfte der weltweit existierenden Tiger, nach der jüngsten Zählung aus dem Jahr 2014 umfasst ihr Bestand in den dortigen Schutzgebieten mehr als 2200 Raubkatzen. Immer wieder kommt es zu tödlichen Vorfällen. Zuletzt erschossen Wildhüter im vergangenen Oktober in Nordindien einen Tiger, der drei Dorfbewohner getötet haben soll.

afp

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