IATA gibt Vorstoß zu kleinerem Handgepäck wieder auf

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Ein Mann legt auf dem Flughafen in Köln sein Handgepäck auf einen Rahmen, mit dem die zulässige Größe geprüft werden kann. Foto: Arne Dedert/Illustration

Genf/Frankfurt (dpa) - Der Weltluftfahrtverband IATA hat seine umstrittene Initiative für kleineres Handgepäck schon nach gut einer Woche wieder gestoppt.

Vor allem wegen starker Vorbehalte in Nordamerika werde der Vorstoß vorerst nicht weiterverfolgt und neu bewertet, teilte der Verband in Genf mit.

Noch in der vergangenen Woche hatte der Verband vom großen Interesse zahlreicher Airlines berichtet, die angeblich den neuen IATA-Empfehlungen folgen wollten. Danach sollten Kabinenkoffer nur noch 55x35x20 Zentimeter messen, statt bislang maximal 55x45x25 Zentimeter, das wäre ein um fast 40 Prozent reduziertes Volumen.

Vor allem in den USA sind die Reisenden gewöhnt, sehr viel Handgepäck mit sich zu führen. Bei Lufthansa und Air Berlin gelten derzeit 55x40x23 Zentimeter als Höchstmaß, die bestehenden IATA-Vorgaben werden also nicht ausgeschöpft. Zusätzlich zu einem Kabinenkoffer akzeptieren beide deutschen Gesellschaften in der einfachsten Klasse pro Passagier eine Hand- oder Laptoptasche.

Die IATA stellte klar, dass ihre Empfehlungen "Cabin OK" keinen Industriestandard begründen sollten. Vorgaben zur maximalen Größe des Handgepäcks blieben Sache der einzelnen Airlines.

Liste mit Handgepäck-Maßen verschiedener Airlines

Mitteilung IATA

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