Ekel-Alarm in Frankfurt und Offenbach

Faule Tierhalter lassen Hunde in Sandkästen und Tiefgaragen pinkeln - diese Bilder sind einfach ekelhaft

+
Dieser Vierbeiner macht gerade sein Geschäft.

Immer mehr Leute schaffen sich einen Hund an, obwohl sie weder Zeit noch Lust aufs Gassi-Gehen haben. Die Folge: Hundehaufen in Vorgärten und Urinpfützen in der Tiefgarage.

Frankfurt/Offenbach – Der beste Freund des Menschen sorgt in Frankfurt und Rhein-Main für ordentlich Ärger, zumindest, wenn es um seine Hinterlassenschaften geht. Extratipp.com* berichtet darüber. Zwar gibt es viele ordentliche Herrchen, die die Kothaufen ihrer Lieblinge artig eintüten. Dennoch häufen sich die Beschwerden über Halter, die mit ihren Vierbeinern an den unmöglichsten Stellen Gassi gehen. 

Hunde machen immer wieder in dieselben Ecken

Aktuelles Beispiel: Eine Tiefgarage im Offenbacher Hafenviertel. Dort urinieren einer oder mehrere Hunde immer wieder in die Ecken, an Pfeiler oder auch mal mitten auf die Fahrbahn. Die Tiefgarage ist abgeschlossen und steht nur Bewohnern des dazugehörigen Hauses zur Verfügung.

Pfui: Eine Pipi-Pfütze in einem Parkhaus.

Die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG hat aufgrund der Anwohnerbeschwerden längst reagiert und schon vor einiger Zeit extra große Pinkelverbot-Schilder anbringen lassen. ABG-Geschäftsführer Frank Junker sagt: „Wenn Hunde in fremden Vorgärten Gassi geführt werden oder sogar in die Tiefgarage machen, ist das ekelhaft. Wir lassen das verfolgen und arbeiten bei solchen Vorfällen auch mit den Ordnungsämtern zusammen“, sagt Junker.

Auch bei der Nassauischen Heimstädte kennt man solche Probleme. „Natürlich kommt so etwas auch bei uns vor“, sagt Sprecher Jens Duffner. „Wie auch bei wilden Müllablagerungen sind das immer wieder rücksichtslose Zeitgenossen, die jeden Respekt gegenüber ihren Nachbarn und Mitmenschen vermissen lassen.“

Hunde-Pipi: Anwohner sind richtig sauer

Ein Bewohner des ABG-Hauses am Hafen, dessen angemieteter Parkplatz regelmäßig vollgepinkelt wird, ist stinksauer. „Das ist eine Unverschämtheit. Diese Leute schaffen sich mitten in der Stadt einen Hund an und sind dann zu faul, auch ordentlich mit ihm Gassi zu gehen. Die meisten Flecken entstehen ja in der kalten Jahreszeit oder wenn es regnet und man nicht rausgehen will.“ Seinen Namen will der Mann nicht öffentlich nennen. „Am Ende werden solche Hundebesitzer noch ungemütlich, wenn man was sagt.“

Pfui: Eine Pipi-Pfütze in einem Parkhaus.

Auch in Frankfurt kennen viele Herrchen kein Halten mehr, wenn Wuffi mal muss. Claudia Gabriel, Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, bekommt es immer häufiger mit dieser Spezies zu tun. „Die Zahl der Beschwerden ist massiv“, sagt sie . Ob Eingangsbereiche von Kindertagesstätten, private Vorgärten oder sogar Spielplätze. „Diese Leute kennen da nichts. Es ist mittlerweile schon soweit, dass uns Kitas oder Privatleute um Hilfe bitten“, sagt Gabriel. „Diese Entwicklung macht fassungslos.“

Ein besonders krasser Fall

Sie erinnert sich an einen besonders krassen Fall: „Wir haben bei einer Ortsbegehung von weitem gesehen, wie in einem Wohnblock die Haustür aufgegangen und ein Hund blitzschnell herausgeflitzt ist.“ Während das Herrchen in der Tür gestanden und gewartet habe, habe der Hundim Sandkasten des Kinderspielplatzes sein Geschäft gemacht und sei dann wieder ins Haus geflitzt. Gabriel: „Das eigene Wohlfühlen steht mittlerweile so sehr im Vordergund, dass verdrängt wird, dass die Individualität da endet, wo man in den Wohlfühlbereich des Gegenübers eindringt.“

Pfui: Eine Pipi-Pfütze in einem Parkhaus.

Bei der Tierrechts-Organisation Peta hat man eine Erklärung für die Gassi-Drückeberger. „Das hat etwas mit dem Zeitgeist zu tun“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin bei Peta. „Ein Hund ist für immer mehr Halter ein Lifestyleprodukt und kein Lebewesen, für das man Verantwortung übernimmt.“ Diese Sichtweise und die ständige Verfügbarkeit von günstigen Welpen, etwa über Internet-Kleinanzeigen, verschärfe diese Entwicklung. Hoger: „Solche Leute schaffen sich einen Hund an und haben aber weder Zeit noch Lust, Gassi zu gehen. Also wird er mal eben schnell für ein paar Minuten in die Tiefgarage oder bestenfalls in den eigenen Garten gelassen“ Sie stellt klar: „Auch, wenn die Leute sich dabei nichts denken. Das ist Tierquälerei.“

Christian Reinartz

Gerade Meistgelesen: Das sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Anne Will zum Fall Susanna F. (†14)

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Polizei stoppt Kleinbus auf A4 - Schock beim Blick unter Wagen

Polizei stoppt Kleinbus auf A4 - Schock beim Blick unter Wagen

Mutter und Sohn sterben bei Polizeieinsatz in der Pfalz

Mutter und Sohn sterben bei Polizeieinsatz in der Pfalz

DWD-Experte: Noch nie war der Oktober so spät so sommerlich

DWD-Experte: Noch nie war der Oktober so spät so sommerlich

Drama bei Familie von Sarah Connor: Hat Bushido Kontakt zu Clan-Anführer?

Drama bei Familie von Sarah Connor: Hat Bushido Kontakt zu Clan-Anführer?

„Kartoffelotto“ streitet sich mit der Polizei - 300 Kilo Erdäpfel und Böhmermann bringen Versöhnung

„Kartoffelotto“ streitet sich mit der Polizei - 300 Kilo Erdäpfel und Böhmermann bringen Versöhnung

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren