Erlebnis in München

Studentin nach bedrohlicher Begegnung bei Spaziergang total verstört: „Er hat gesagt: Du bist die Nächste“

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Bei einem Spaziergang durch München fühlte sich eine Studentin bedroht (Symbolbild).

Bei einem Spaziergang durch München hatte eine Studentin ein unschönes Erlebnis. Die 24-Jährige fühlte sich bedroht.

  • Bei einem Spaziergang durch München machte eine Studentin eine verstörende Erfahrung.
  • Die 24-Jährige fühlte sich von einem unbekannten Mann bedroht.
  • Eine Expertin ordnet den Vorfall ein.

München - Es hätte ein schöner Spaziergang durch München werden sollen. Einen, wie ihn Patricia in der Isarvorstadt häufiger unternimmt. In der Nähe hat die 24-Jährige früher gewohnt. Das Flair des Viertels mit all seinen Lokalen und kleinen Geschäften schätzt sie noch heute. Eine verstörende Erfahrung, die Patricia in der Reichenbachstraße gemacht hat, trübt das Bild nun.

Die LMU-Studentin war auf dem Gehsteig unterwegs, mit ihr genossen einige Tauben den Novembertag. Das schien einem Mann gar nicht zu passen. Kurzerhand soll er ausgeholt und eines der Tiere mit voller Wucht getreten haben. So berichtet es Patricia auf Twitter. „Ich konnte das einfach nicht unkommentiert lassen“, sagt die 24-Jährige gegenüber tz.de*.

Bei Spaziergang in München: Studentin (24) hat verstörendes Erlebnis

Völlig fassungslos habe sie den Mann auf sein Verhalten angesprochen. Der habe sie umgehend bedroht, berichtet Patricia: „Er hat gesagt: Du bist die Nächste“. Sie sei überrascht und zugleich erschrocken gewesen. „Ich habe mich definitiv bedroht gefühlt, da er über einen Kopf größer und deutlich kräftiger war als ich“, sagt Patricia.

Auch eine weitere Frau hat den Vorfall angeblich beobachtet. Die sei mindestens genauso erschrocken gewesen, gibt Patricia zu Protokoll. Dennoch wandte sich die LMU-Studentin nach ihrem Erlebnis nicht an die Polizei. „Ich ging nicht davon aus, dass die etwas hätte tun können“, sagt Patricia. Dokumentieren - etwa mit einem Foto des Mannes - kann die 24-Jährige den Vorfall nicht.

Video: So handeln Frauen bei einem Angriff richtig

Studentin wird in München bedroht - „Er hat gesagt: Du bist die Nächste“

Eine Taube soll in München Opfer eines unbekannten Mannes geworden sein (Symbolbild).

„Grundsätzlich ist es natürlich nicht zu entschuldigen und hinnehmbar, wenn Tiere gequält werden“, stellt Lea Schmitz vom Tierschutzbund klar, nachdem tz.de* sie mit Patricias Schilderung konfrontiert hat. Es handele sich bei vorliegendem Fall wohl maximal um eine Ordnungswidrigkeit - die Tat müsse dem Täter zudem eindeutig nachgewiesen werden können. 

„Wenn man den oder die Täter anspricht und auffordert, aufzuhören, führt dies leider in vielen Fällen auch nicht zum gewünschten Erfolg – und im schlimmsten Fall wird man selbst noch beschimpft oder bedroht“, erklärt Schmitz. 

Expertin appelliert an potenzielle Tierschützer: „Man sollte den Täter ansprechen“

Dennoch appelliert die Sprecherin des Tierschutzbundes: „Man sollte nicht wegschauen und - wenn möglich - den Täter ansprechen“.

„Ich weiß auch nicht, woher ich in dem Moment den Mut hatte, etwas zu sagen“, sagt Patricia rückblickend. Immerhin: für den Vogel habe der Tritt keine größeren Konsequenzen gehabt. Etwas später sei die Taube gemeinsam mit den anderen weggeflogen.

lks

Auch ohne Patricias Anruf muss sich die Polizei in München mit schlimmen Vorfällen beschäftigen: Als ein BMW-Fahrer vor der Polizei flüchtete, kam der 14-jährige Max ums Leben. Zu einer Wohnung in Laim musste am Dienstag (19. November) ein Großaufgebot von Spezialkräften ausrücken. 

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Die Polizei verhaftete am Sonntag vor einem Nobel-Club in München einen Mann. Kollegen kamen mit einem VW-Bus zur Unterstützung. Daraufhin wurde der 27-Jährige schwer verletzt.

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