Nachts noch Bodenfrost

Hoch "Leo" bringt Frühlingswetter: Spargelernte läuft an

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Ausflugswetter: Ein Kahn mit Touristen hält in Lehde am Spreewaldmuseum. Foto: Bernd Settnik

Zwischen Gewittern, Wolken und Sonnenschein: Typisches Aprilwetter steht Deutschland in der kommenden Woche bevor. Erstmal soll es aber sommerlich warm werden - sogar Sonnenbrandgefahr besteht.

Offenbach (dpa) - Hoch "Leo" bringt ein Frühlingswochenende wie aus dem Bilderbuch mit Sonne und blauem Himmel nach Deutschland. Die Temperaturen steigen bis auf sommerliche 25 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte.

Nachts muss allerdings vorerst weiter mit Bodenfrost gerechnet werden. Die ersten heftigen Frühlingsgewitter verliefen weitgehend glimpflich.

Von diesem Freitag an klart der Himmel auf, erwartet der DWD. Im Westen und Süden werde es 15 bis 19 Grad warm, im Osten vorerst nur 10 bis 14 Grad. Am Wochenende soll dann vielerorts die 20-Grad-Marke geknackt werden: Zwischen 16 bis 23 Grad liegen die Temperaturen am Samstag und Sonntag in weiten Teilen Deutschlands, hieß es, lokal sei sogar noch mehr Wärme möglich.

Werden die 25 Grad erreicht, sprechen Meteorologen von einem Sommertag. "Es herrscht Sonnenbrandgefahr. Die Sonne scheint im April schon sehr kräftig", warnte der Meteorologe Jens Oehmichen vom DWD in Leipzig die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im Westen und Nordwesten sollen allerdings in der Nacht zum Sonntag Wolken aufziehen, immerhin bleibe es tagsüber trocken. Die Wolken zeigen sich demnach auch zu Wochenbeginn im Westen. Danach erwarten die Meteorologen dann bundesweit wechselhaftes Aprilwetter, es bleibt der Vorhersage zufolge aber mild.

Spargelbauern im brandenburgischen Beelitz rechnen damit, dass in der kommenden Woche die Ernte anlaufen kann. Am Montag und Dienstag reisen die Erntehelfer an, wie Geschäftsführer Ernst-August Winkelmann vom Spargelbetrieb Buschmann und Winkelmann sagte. Auch Spargelbauer Jürgen Jakobs zeigte sich zuversichtlich: "Jetzt geht es jeden Tag ein Stück voran."

In Stuttgart bringt das trockene und sonnige Wetter dagegen einen neuen Feinstaubalarm. Wie die Stadt mitteilte, gilt der Alarm von Samstag um Mitternacht an: Autofahrer sind dann aufgerufen, den Wagen stehenzulassen.

Am Mittwochabend hatte es in Deutschland teils heftig gewittert. In Thüringen fuhr ein Regionalexpress gegen einen umgestürzten Baum, Reisende wurden nicht verletzt. Außerdem setzten Blitze zwei Wohnhäuser in Brand. Laut "Kachelmannwetter" wurden in Sachsen-Anhalt innerhalb von 30 Minuten mehr als 2400 Blitze registriert. Das Unwetter zog von Bayern über Mitteldeutschland in Richtung Nordosten.

Deutscher Wetterdienst

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