Wegen Diebstahl vor Gericht

Nach Manchester-Anschlag: „Held“ soll Opfer dreist bestohlen haben

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Benefizkonzert nach Anschlag in Manchester

Ein Obdachloser, der von britischen Medien nach dem Manchester-Anschlag mit 22 Toten als Held gefeiert wurde, steht jetzt wegen Diebstahls vor Gericht.

Manchester - Der „Held“ des Manchester Anschlags steht jetzt wegen Diebstahl vor Gericht. Er soll einer verletztem Frau nach dem Attentat den Geldbeutel und einem 14-jährigen Mädchen das Handy geklaut haben.

Der 33-jährige war Medienberichten zufolge nach der Explosion am 22. Mai den Verletzten zu Hilfe geeilt. Eine Frau sei in seinen Armen gestorben, erzählte er der britischen Nachrichtenagentur PA. Er erfuhr daraufhin eine Welle der Solidarität. Umgerechnet knapp 58 000 Euro (52 500 Britische Pfund) an Spenden gingen auf einer Fundraising-Webseite für ihn ein. Bei einer ersten Anhörung vor Gericht in Manchester am Mittwoch plädierte der Mann auf unschuldig.

Die Angehörigen der Todesopfer des Anschlags sollen unterdessen umgerechnet rund 275 000 Euro an Spendengeldern pro Familie erhalten. Das teilte die Organisation „We Love Manchester“ mit, die nach eigenen Angaben umgerechnet knapp 20 Millionen Euro für die Opfer des Anschlags eingesammelt hat.

Salman Abedi, ein Brite libyscher Herkunft, hatte am 22. Mai nach einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande mit einer Bombe 22 Menschen getötet. Die Manchester-Arena, wo das Attentat stattfand, soll am 9. September mit einem Benefizkonzert wiedereröffnet werden. Dabei soll unter anderen Ex-Oasis-Gitarrist Noel Gallagher auftreten.

dpa

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