Ausnahmezustand

Heftiger Regen in Berlin: Vielbefahrene Autobahn gesperrt

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Ein Auto fährt Berlin bei starkem Regen durch eine Pfütze.

Nicht passierbare Straßen, überschwemmte Keller, Wasser in einem U-Bahnhof: In Berlin herrscht nach heftigen Schauern zeitweilig Ausnahmezustand. Alles in allem war der Juni in Deutschland dennoch zu trocken.

Berlin - Heftiger Regen hat eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands, die A100 in Berlin, am Donnerstag zeitweise blockiert. Die Stadtautobahn war nahe dem Dreieck Funkturm wegen einer Überschwemmung in einer Richtung vorübergehend voll gesperrt, wie die Feuerwehr mitteilte. Auf Twitter vermeldeten die Einsatzkräfte, dass ein Auto im Wasser eingeschlossen worden sein soll. Die A100 an dieser Stelle gehört mit mehr als 160 000 Fahrzeugen pro Tag zu den fünf Autobahnen im Bundesgebiet mit dem stärksten Verkehr.

Insgesamt rückte die Berliner Feuerwehr am Donnerstag wegen der heftigen Schauer zu mehr als 200 Einsätzen aus. Etliche Straßen waren überschwemmt, Keller wurden überflutet. Flugzeuge mussten umgeleitet werden. Die Feuerwehr hatte am Mittag den Ausnahmezustand verhängt. Auf den Flughäfen Tegel und Schönefeld kam es zu mehreren Verspätungen. Ein U-Bahnhof der Hauptstadt wurde wegen eines Wassereinbruchs gesperrt, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten. Regenwasser war bis auf den Bahnsteig hinuntergelaufen.

Berliner Feuerwehr verhängt vorsorglich Ausnahmezustand

Auch in anderen Teilen Deutschlands gingen heftige Regenschauer herunter. Sie ließen Flusspegel steigen und überfluteten Straßen. Am Schmücke-Tunnel auf der A71 in Thüringen wurde die Beifahrerin in einem Auto leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ihr Auto sei in Fahrtrichtung Erfurt zu schnell unterwegs gewesen, ins Schleudern geraten und in die Leitplanke geprallt. Auf der A9 rutschten innerhalb einer Stunde drei Autos zwischen Lederhose und Dittersdorf in die Leitplanke. Auch hier war überhöhtes Tempo die Ursache.

Der außergewöhnlich warme und sonnige Juni hat in Deutschland um 2,6 Grad über dem langjährigen Mittel gelegen. Insgesamt war der Monat der viertwärmste seit Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen im Jahr 1881. Nur in den Jahren 2003, 1930 und 1917 war der Juni noch wärmer, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach. Trotz teils schwerer Gewitter war der Juni mit rund 83 Litern pro Quadratmeter (Soll: 85 Liter) etwas zu trocken. Dabei gab es aber extreme Unterschiede zwischen Gebieten mit äußerst viel und sehr wenig Niederschlag. Vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz sowie im Rhein-Main-Gebiet war es deutlich zu trocken.

dpa

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