Nach Überfall in Schaffhausen

Psychisch labiler Kettensägen-Angreifer auf der Flucht

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Absperrband in Schaffhausen: Ein Mann mit Kettensäge soll im schweizerischen Ort mehrere Menschen verletzt haben. Foto: Ennio Leanza

Ein Schweizer attackiert Menschen am helllichten Tag in einem Büro mit einer Kettensäge. Die Polizei kennt den vorbestraften Täter, er gilt als aggressiv. Versteckt er sich jetzt in deutschen Wäldern?

Schaffhausen (dpa) - Alarm im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet: Mit einer Kettensäge hat ein psychisch labiler Mann im schweizerischen Schaffhausen Angestellte einer Krankenkasse verletzt und ist geflüchtet.

Da die deutsche Grenze nicht weit ist, könne er auch nach Deutschland geflohen sein, warnte Polizeieinsatzleiter Ravi Landolt in Schaffhausen. "Wir haben keine Ahnung, wo er sich aufhält." Die Schweizer Polizei hatte sein Auto einige Stunden nach der Tat sichergestellt.

Die Polizei betonte, dass es sich nicht um einen Terroranschlag gehandelt habe: Vielmehr habe der Täter gezielt die Krankenkasse treffen wollen. "Die Tat hat sich klar gegen Mitarbeitende dieser Versicherung gerichtet", sagte Staatsanwalt Peter Sticher. Zum Motiv äußerte sie sich nicht näher.

Der 50-Jährige mutmaßliche Täter sei wegen Verstoßes gegen die Waffengesetze vorbestraft, berichtete die Polizei. Der Schweizer habe keinen Wohnsitz und sich überwiegend in Wäldern aufgehalten. Aus dem Wald stammen auch die Fahndungsfotos, auf denen ein sichtlich verstörter Mann zu sehen ist. Er trage inzwischen - anders als auf den Fotos - eine Glatze und habe eine "ungepflegte Erscheinung". Es sei äußerste Vorsicht geboten. Der Mann sei womöglich weiter mit der Kettensäge unterwegs. Er reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle.

Der Mann war am Vormittag in der Altstadt von Schaffhausen mit der Kettensäge in das Büro einer Krankenkasse eingedrungen. Er verletzte dort zwei Menschen, einen davon schwer. Das Opfer war aber am späten Nachmittag außer Lebensgefahr. Drei weitere Menschen wurden anderweitig leicht verletzt. Der Täter flüchtete vor dem Eintreffen der Polizei.

Die Polizei hatte die Einkaufsstraße in der Altstadt unweit des Bahnhofs stundenlang abgesperrt. Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte mussten teils hinter verschlossenen Türen ausharren. Andere, die gerade nicht im Laden waren, mussten vor der Absperrung ausharren.

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