Keller geflutet

Gewitter treffen Norden und Süden

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Überflutet: Feuerwehrleute pumpen in Hamburg Wasser ab. Foto: Daniel Bockwoldt

Land unter in einem bayerischen Dorf: Starkregen flutet 80 Haushalte in Otting. Auch im Norden kämpft die Feuerwehr gegen das Wasser.

Hamburg (dpa) - Starke Gewitter haben sich am Dienstagabend über dem Norden und Süden Deutschlands entladen. Heftig traf es die kleine bayerische Gemeinde Otting. Auch in Hamburg und Bremen hatte die Feuerwehr viel zu tun.

Das Wasser stand dort in Kellern und auf Straßen. Allein in einer einzigen Bremer Straße gab es 35 Einsätze.

Nach Hagel und Starkregen standen in Otting rund 80 Haushalte bis zu einem Meter hoch unter Wasser. Dutzende Keller wurden ausgepumpt. "Der Ort liegt in einer Mulde, in der sich das Wasser schnell gesammelt hat", erklärte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die 800 Einwohner des Ortes rund 67 Kilometer südlich von Nürnberg blieben unverletzt.

In Nürtingen in Baden-Württemberg wurde ein 14 Jahre alter Radfahrer von einem herabfallenden Ast getroffen und schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auch dort tobten am Dienstag Gewitter.

In Bremen setzte starker Regen etliche Keller unter Wasser. Es habe am Abend fast 70 Einsätze gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. "60 Keller waren vollgelaufen." In einigen Fällen seien auch Äste abgebrochen. In einer einzigen Straße gab es 35 Einsätze. Eine Eisenbahnunterführung konnte nicht mehr durchfahren werden.

Der Abwasserbetrieb Hansewasser registrierte bis zu 25 Liter, die pro Quadratmeter innerhalb einer Viertelstunde fielen. Das entspreche rund der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge eines Monats.

Die Feuerwehr in Hamburg rückte am Abend zu fast 150 Einsätzen aus. "Es ging hauptsächlich um Wasser in Kellern und Wasser auf Straßen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Süden der Stadt. "Insgesamt war das aber nichts Dramatisches. Das hatten wir schon viel schlimmer", sagte der Sprecher.

Der Mittwoch könne erneut Gewitter bringen - diesmal vor allem im Südosten, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

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