Warnung vor Folgen

Gesunkener Öltanker „Sanchi“ bleibt auf Meeresgrund - Umweltkatastrophe weiterhin möglich

Der nach einer Kollision mit einem anderen Frachter vor der Küste Chinas gesunkene iranischen Öltanker „Sanchi“ soll nicht vom Meeresgrund geborgen werden.

Peking - Aufgrund seiner Position, des Gewichts, der Strömungen sei es unwahrscheinlich, dass das Schiff jemals an die Oberfläche gehoben werden könne, sagte Zhi Guanglu, der für die Bergungsarbeiten zuständige Direktor des chinesischen Transportministeriums, am Donnerstag in Peking.

„Wenn die Bedingungen es zulassen“, könnten jedoch Taucher geschickt werden, die den gesunkenen Tanker weiter untersuchen. Vage blieben die offiziellen Angaben zum Umfang der Umweltschäden. Die Ölpest habe eine „gewisse Auswirkung“ auf das Meeresleben in der Region gehabt. In Chinas Küstengewässern seien aber keine Verschmutzungen festgestellt worden. Aufgrund von Reinigungsarbeiten, aber auch wegen hoher Wellen und Winde, sei ein zuvor etwa 300 Quadratkilometer großer Ölteppich auf 30 Quadratkilometer geschrumpft.

Bei dem Unglück waren 32 Seeleute ums Leben gekommen. Der Tanker hatte nach letzten amtlichen Angaben 113 000 Tonnen Kondensat, ein sehr hochwertiges Leichtöl, sowie 1000 Tonnen Schweröl geladen. Er war am 6. Januar rund 300 Kilometer östlich von Shanghai mit dem Getreidefrachter „CF Crystal“ zusammengestoßen und in Brand geraten. Chinesische Umweltexperten warnten vor den Folgen des Unglücks, da das Öl die Lebewesen im Meer und die Fischerei gefährdet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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