Nach Hausbrand mit Toten

Gericht verurteilt Feuerteufel zu langen Haftstrafen

Verden - Nach einem Hausbrand mit zwei Toten in Niedersachsen ist der 44 Jahre alte Besitzer des Gebäudes zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sein 23-jähriger Halbbruder muss für sechs Jahre ins Gefängnis.

Der angeklagte Hausbesitzer soll den Halbbruder beauftragt haben, das Feuer zu legen, um einen Versicherungsschaden vorzutäuschen. Bei dem Brand Ende November vergangenen Jahres starben in Riede im Kreis Verden zwei Menschen im Obergeschoss des Gebäudes.

Der 23-Jährige hatte die Brandstiftung vor Gericht zugegeben. Er sagte, er habe nicht gewusst, dass Mieter im Haus lebten. „Ich wollte nicht, dass Menschen dadurch sterben.“ Der Hausbesitzer bestritt vor Gericht, seinen Halbbruder zu der Tat angestiftet zu haben.

Das Landgericht Verden verurteilte den 44-Jährigen wegen Anstiftung zur Brandstiftung mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung, den 23-Jährigen wegen besonders schwerer Brandstiftung und fahrlässiger Tötung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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