Zehnjährige braucht wohl Hauttransplantation

Gefährliche Deo-Mutprobe: Mutter warnt Teenies mit Schock-Fotos

Erneut macht eine gefährliche Mutprobe im Internet die Runde. Mit schockierenden Bildern der Verletzungen ihrer Tochter warnt eine Mutter nun vor der „Deo-Challenge“.

Yate - Vergangenes Jahr hatte die sogenannte „Blue Whale-Challenge“, ein an Jugendliche gerichteter Kettenbrief auf WhatsApp, für Schlagzeilen und Verunsicherung gesorgt. Nun gibt es einen neuen gefährlichen Trend im Internet: die „Deo-Challenge“. Wieder handelt es sich um eine Mutprobe, die ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Dabei soll der Strahl eines Deo-Sprays möglichst lange auf die eigene Haut (oder die eines anderen) gehalten werden. Wer schon mal aus Versehen, sein Deo zu nah oder zu lange unter seine Arme gesprüht hat, weiß vielleicht, dass das mitunter gemein brennen kann. 

Genau das musste die zehn Jahre alte Tochter von Jamie Prescott aus Großbritannien am eigenen Leib schmerzhaft erfahren. An ihren Unterarmen hat sie durch die „Deo-Challenge“ enorme Verbrennungen erlitten. Um andere Eltern zu warnen, hat Prescott vergangene Woche schockierende Fotos von den Verletzungen ihrer Tochter auf Facebook gepostet. 

Darauf sind entzündete Brandblasen von mehreren Zentimeter Durchmesser zu sehen - und das obwohl die Bilder erst drei Wochen nach dem Vorfall gemacht wurden. „Ich tue das wirklich selten, aber bei dieser Gelegenheit möchte ich, dass dieser Beitrag weit verbreitet wird“, schreibt die Mutter zu ihrem Post.

„Für alle Eltern, die Kinder haben, bitte zeigt ihnen diese Bilder“, appelliert Prescott und verweist auf den gefährlichen Trend, der in ihrem Heimatort Yate gerade die Runde macht. „Die Bilder zeigen den Arm meiner Tochter (...), der wohl noch ein Hauttransplantat benötigen wird.“

Mehr als 5.300 Mal wurde ihr Beitrag bisher geteilt, über 600 Mal kommentiert (Stand 14. Mai, 11.30 Uhr). Ihr Ziel möglichst viele Eltern und Jugendliche zu warnen, hat die besorgte Mutter schon mal erreicht.

Gefährliche Internet-Trends

Schon im Jahr 2013 machte auf YouTube eine Challenge die Runde, der nicht nur dämlich, sondern auch noch lebensgefährlich ist: "Condom Snorting", frei übersetzt: Kondom-Schnupfen. Und noch viele weitere Hypes gab es im Internet, wie diese Auswahl zeigt.

va

Rubriklistenbild: © Jamie Prescott Facebook

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