Große Bestände im Haus

Wegen Pyrotechnik: Fünf Tote bei Hauseinsturz nach Explosion in Lettland

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Symbolbild

Eine Explosion macht in Lettland ein Wohnhaus dem Erdboden gleich. Fünf Menschen sterben darin. Ursache ist vermutlich illegal gelagerte Pyrotechnik.

Riga - Beim Einsturz eines Wohnhauses sind in Lettland fünf Menschen getötet worden. Ursache des Unglücks am Donnerstagabend war nach Angaben des staatlichen Rettungsdiensts eine Explosion. In dem Haus in der Kleinstadt Saulkrasti etwa 45 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Riga waren nach ersten Ermittlungen der Polizei illegal größere Bestände an Pyrotechnik gelagert worden. Die herbeigerufenen Helfer konnten aus den Trümmern des völlig zerstörten Gebäudes nur noch die Leichen bergen.

Bei der Explosion kamen drei Frauen, ein Mann und ein Jugendlicher ums Leben. Nach Angaben der Behörden handelt es sich vermutlich um Angehörige einer Familie. Bislang habe nur die Leiche des Mannes identifiziert werden können - ein bekannter Pyrotechniker und Veranstalter von Feuerwerks-Events. Die Suche nach weiteren Vermissten war am Freitagmorgen eingestellt worden.

Der Mann habe ebenso wie zwei weitere Familienmitglieder die Genehmigung zum Umgang mit Pyrotechnik gehabt. Größere Bestände hätte er aber nicht bei sich im Privathaus lagern dürfen. „Der tragische Unfall wurde durch grobe Verantwortungslosigkeit verursacht“, sagte ein Polizeisprecher. Seinen Angaben zufolge hatte die Detonation die gleiche Kraft wie die von etwa 100 Kilogramm des herkömmlichen Sprengstoffs TNT.

Die Explosion war noch in einiger Entfernung spürbar. „Meine Frau und ich waren beim Abendessen, als es einen riesigen Knall gab“, sagte ein Nachbar dem lettischen Rundfunk. „Wir sind rausgegangen und mir war es klar. Wir wussten schon, dass sich diese Leute mit Pyrotechnik beschäftigen. Man konnte auch sehen, dass es nach der Explosion kleine Explosionen mit Raketen gab - wie bei einem Feuerwerk.“ 

dpa

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