Polizeigewerkschafter kritisiert Justiz

Frau hinter Auto hergezogen: Täter hat lange Gewalt-Akte

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Mit einem Seil soll der Mann seine Frau an der Anhängerkupplung seines Autos befestigt und sie durch die Straßen geschleift haben.

Hameln - Es war eine Tat, die schockierte: In Hameln schleifte ein Mann seine Frau mit dem Auto hinter sich her. Nun wurde bekannt: Der mutmaßliche Täter ist schon oft durch Straftaten aufgefallen.

Im Zusammenhang mit der erschütternden Gewalttat im niedersächsischen Hameln hat die Deutsche Polizeigewerkschaft die Justiz in Deutschland scharf kritisiert. Der 38-Jährige, der die Mutter seines Sohnes niedergestochen und mit dem Auto durch die Straßen geschleift habe, habe eine lange Gewaltkarriere hinter sich, erklärte der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der Passauer Neuen Presse (Mittwoch). 

Der Mann sei immer wieder mit Straftaten aufgefallen, aber dennoch nicht im Gefängnis gewesen. „Es wird sich ein Richter finden, der ihm auch jetzt wieder eine positive Sozialprognose geben wird“, kritisierte Wendt. Er sprach sich dafür aus, die Ausbildung und Berufung von Richtern zu überprüfen.

„Die volle Härte des Gesetzes heißt heute oft, wir stellen von Straftätern die Personalien fest, und Richter lassen sie wieder frei“, sagte Wendt.

dpa

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