„Ich wusste, es ist ein Fluch“

Frau findet seltsamen Gegenstand vor der Tür - Tage später erwacht er zum Leben

Diese Geschichte einer US-Amerikanerin ist gruselig. Und ein Lehrstück - darüber, warum man nicht undefinierbare Gegenstände aufheben und im Auto umherfahren sollte.

München/Washington - Vorsicht: Bei dieser Geschichte kann es einem schon mal kalt den Rücken runterlaufen. Denn eine US-Amerikanerin hat ihrer eigenen Schilderung zufolge ein mehr als ekliges Erlebnis mit einem undefinierbaren Gegenstand durchlitten. 

Ein gehörige Portion Mitschuld an dem Vorfall trägt sie allerdings selbst. Denn was Kelly Quirino machte, als sie das mysteriöse Objekt vor ihrer Haustür liegen sah, das hätten die meisten Menschen wohl tunlichst vermieden. Statt das Ding mit spitzen Fingern in eine Mülltüte zu werfen, steckte sie es einfach ein und trug es tagelang mit sich herum.

„Gemüse? Alien-Gebärmutter?“

Schon das Foto des Gegenstands könnte dem ein oder anderen Betrachter ein angeekeltes Naserümpfen entlocken. Quirino hat es auf Twitter gepostet. Eine gelbe, leicht pelzige Knolle mit Wurzelchen an der offenen Unterseite ist darauf zu erkennen - vielleicht auch ein wenig Schimmel.

„Es hatte die Länge meines Unterarms und war geformt wie ein abgeranzter Truthahn-Schenkel“, beschreibt die Amerikanerin selbst das Fundstück. Sie sei binnen Sekunden „vollkommen besessen“ vor dem Ding gewesen, schreibt Quirino in ihrem Post. „Was zur Hölle ist es? Tier? Gemüse? Mineral? Alien-Gebärmutter? Warum ist es voll von diesen Stöckchen? Ist es ein Fluch? Ein Segen?“, fragt die Frau. Und gibt sich selbst die Antwort. „Oh Mann. Ich wusste, es ist ein Fluch.“

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Die Lösung für das Rätsel konnte ihr niemand liefern - obwohl sie die mutmaßliche Wurzel nach eigenen Angaben überall in einem Plastiktütchen herumzeigte. Schließlich vergaß die neugierige Dame das Objekt im Kofferraum ihres Autos. Damit begannen die Probleme so richtig. Denn eine Woche später machte ihr kleiner Sohn die nächste Entdeckung: Würmer auf der Rückbank.

Würmer - „überall!“

„Hunderte von schrecklichen, winzigen, abgefuckten Würmern. Überall!“, gruselt sich Quirino in ihrer Schilderung auf Twitter gleich nochmal. Sie ließ das Auto stehen, warf im nächsten mutigen Akt die Wurzel möglichst weit weg - und rief ihren Mann zur Hilfe, wie sie berichtet. „Wir brüllten ins Telefon, dass wir niemals in dieses Auto zurückgehen“, schreibt sie. Der Gatte saugte die Würmer dann mithilfe eines Staubsaugers weg.

Beruhigt ist sie immer noch nicht. Zumal sich die Tierchen offenbar noch nicht vollends vertreiben lassen. „Heute musste ich nur drei Würmer erschlagen. Es ist in Ordnung. Alles ist in Ordnung“, schreibt die Frau lakonisch auf Twitter. Samt der gruseligen Befürchtung, dass sich ihr Auto in ein „Gewächshaus für was auch immer“ verwandelt haben könnte.

Immerhin in Sachen der Würmer könnte es nun eine Auflösung geben. Denn anhand eines weiteren von Quirino geposteten Fotos wollen andere User die betreffende Spezies erkannt haben: Bei den beinahe leuchtend gelben Würmern könnte es sich um eine Larve des Wollkrautblütenkäfer handeln, mutmaßt die Schwarmintelligenz.

Die doppelte gute Nachricht also: Um Aliens handelt es sich wohl nicht. Und die Käfer leben üblicherweise nur rund zwei Wochen. Von mysteriösen Gegenständen dürfte sich die forsche Frau in Zukunft wohl trotzdem fernhalten.

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fn

Igitt:

Rubriklistenbild: © twitter.com/keplyq

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