Foodwatch fordert Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel

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Die Regierung soll dafür Sorge tragen, dass nur noch gesunde Lebensmittel an Kinder vermarktet werden dürfen, fordern die Verbraucherschützer. Foto: Frank Leonhardt/Archiv

Berlin (dpa) - Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und Gesundheitsexperten haben ein Werbeverbot für ungesunde Kinderlebensmittel gefordert.

"Freiwillige Maßnahmen, die Kindermarketing verantwortungsvoller gestalten sollen, sind gescheitert", sagte der Experte für Kinderernährung bei Foodwatch, Oliver Huizinga, in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) müsse dafür sorgen, dass nur noch gesunde Lebensmittel an Kinder vermarktet werden dürfen. Nötig sei eine Regelung auf Basis von Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, sagte Huizinga. Das sogenannte Nährstoff-Profiling der WHO hilft, Lebensmittel je nach ihrem Gehalt an Fetten, Zucker und Salz in Kategorien einzuteilen. Regierungen können das Modell als Grundlage für Werbeverbote nutzen.

2007 verpflichteten sich Unternehmen zu einem verantwortungsvollen Marketing für Kinderlebensmittel. Laut einer Foodwatch-Studie erfüllen 90 Prozent der Lebensmittel der Unterzeichner in Deutschland die WHO-Kriterien nicht. Aus Sicht der Verbraucherschützer sind diese Kriterien zu "lasch". An die Selbstverpflichtung halten sich die Unternehmen laut einem Bericht aber weitgehend.

Selbstverpflichtung EU-Pledge

Monitoring zum Pledge

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