Fleisch mit Nadeln gespickt: Angeklagte legt Geständnis ab

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Die Angeklagte spricht im Lübecker Landgericht mit ihrem Verteidiger. Der 60-jährigen wird vorgeworfen, in Supermärkten abgepacktes Fleisch mit Nadeln präpariert zu haben. Foto: Markus Scholz

Lübeck (dpa) - Ein Prozess um mit Nadeln gespicktes Fleisch hat mit einem Geständnis und einer Entschuldigung begonnen.

Sie habe Verbraucher mit ihren Taten darauf aufmerksam machen wollen, dass das Fleisch mit Medikamenten belastet sei, sagte die 60 Jahre alte Angeklagte am Montag beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Lübeck.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau aus Bad Malente vor, fast ein Jahr lang in Supermärkten vor allem in Eutin und Umgebung abgepacktes Fleisch mit Nadeln und abgebrochenen Kanülen präpariert zu haben. Niemand kam ernsthaft zu Schaden. Lediglich eine Frau verletzte sich leicht an der Hand, als sie Hack zubereiten wollte.

Im September 2014 hatte sich die Frau gestellt, nachdem die Polizei Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem gemeingefährliche Vergiftung in 26 Fällen vor.

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