Fehlgeschlagener Luftangriff

Fiasko im Niger: Armee tötet versehentlich 14 Zivilisten

Bei einem Luftangriff im Niger hat die Armee versehentlich 14 Bauern getötet. Wie konnte den Soldaten ein solch fataler Fehler unterlaufen? 

Abadam - Bei einem Luftangriff im Niger hat die Armee versehentlich 14 Bauern getötet. Nach Behördenangaben vom Donnerstag wollten die Menschen am Donnerstag in das Gebiet um das Dorf Abadam nahe der nigerianischen Grenze zurückkehren, aus dem sie vor der Islamistengruppe Boko Haram geflohen waren. 

Die Flugzeugbesatzung habe die Menschen für Boko-Haram-Kämpfer gehalten, sagte ein Behördensprecher. Das Dorf liegt in einer evakuierten Zone und ist für Zivilisten gesperrt. Reisen dorthin müssen den Behörden im Vorfeld gemeldet werden. Dies hätten die Bauern nicht getan, sagte ein Behördenvertreter. 

Die Boko-Haram-Mitglieder entführen regelmäßig unschuldige Zivilisten 

Erst am Sonntag hatten Mitglieder von Boko Haram im Südosten des Nigers 37 Frauen entführt und neun Menschen getötet. Seit dem Jahr 2009 kämpft die Islamistengruppe gewaltsam für die Errichtung eines Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild) 

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