In Sachsen-Anhalt

Erneut Vogelgrippe bei Wildenten nachgewiesen

Magdeburg/Stendal - Das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N8 wurde erneut bei Wildvögeln in Deutschland entdeckt. Zwei Stockenten in Sachsen-Anhalt waren mit dem Virus infiziert.

In Sachsen-Anhalts sind zwei weitere Wildenten mit dem gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N8 entdeckt worden. Die Tiere seien am 31. Dezember im Zuge der Wildüberwachung geschossen worden, teilte der Landkreis Stendal am Mittwoch mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) habe an den beiden Tieren das H5N8-Virus nachgewiesen. Bereits Anfang Dezember war in Sachsen-Anhalt eine infizierte Stockente tot an der Elbe bei Aken im Landkreis Anhalt-Bitterfeld entdeckt worden. Das zuvor in Ostasien kursierende gefährliche H5N8-Virus tauchte in Europa im November zunächst in einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern auf, später in Niedersachsen und mehreren Ländern Europas.

Bislang steht nicht eindeutig fest, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Das FLI hatte bundesweit bereits im November eine Stallpflicht für Nutzgeflügel in Regionen mit einer hohen Wildvogeldichte oder in der Nähe von Wildvogel-Rastplätzen empfohlen. Grund war unter anderem der Fund einer infizierten Wildente am 17. November auf der Insel Rügen. Erkrankungen von Menschen, die dem Subtyp H5N8 ausgesetzt waren, sind bisher nicht bekanntgeworden.

dpa

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