Erdbebengebiet Pakistan: Helfer erreichen abgelegene Gebiete

+
Bei dem Beben der Stärke 7,5 wurden auch zahlreiche Menschen verletzt. Foto: Arshad Arbab

Helfer liefern sich im Erdbebengebiet im Hindukusch ein Rennen gegen die Zeit. Der Winter naht. Rettungskräften gelingt es, Überlebende in abgelegenen Regionen zu erreichen.

Islamabad/Kabul (dpa) - Nach dem schweren Erdbeben im Hindukusch mit mehr als 400 Toten sind Rettungskräfte in Pakistan und Afghanistan in entlegene Gebiete der Katastrophenregion vorgedrungen.

"Fast alle Straßen sind jetzt passierbar gemacht worden", sagte General Hidayatur Rehman im Grenzgebiet zu Afghanistan. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, ihre Teams hätten den Distrikt Chitral an der afghanischen Grenze erreicht. Bei dem Beben der Stärke 7,5 waren am Montag mehr als 400 Menschen getötet worden, die meisten davon in Pakistan.

Wegen des nahenden Winters sind die Hilfsarbeiten ein Rennen gegen die Zeit. Erdrutsche behinderten die Arbeit der Rettungskräfte in Pakistan, die über verschüttete Straßen mehr als 40 Stunden benötigten, um Überlebende zu erreichen. Premierminister Nawaz Sharif wollte am Mittwoch ins Katastrophengebiet reisen.

Auch in Afghanistan benötigten die Helfer lange, um Überlebenden Unterstützung zukommen zu lassen. Aus der gebirgigen Provinz Badachschan - wo das Epizentrum des Bebens lag - seien Verletzte mit Hubschraubern ausgeflogen worden, sagte der Vizegouverneur der Provinz, Gul Ahmad Bedar. Der Gouverneur der Provinz Kunar, Wahidullah Kalimsai, sagte, dort seien mehr als 140 Familien mit Zelten, Decken und Nahrungsmitteln ausgestattet worden. Die von der Zentralregierung versprochene Hilfe sei bislang nicht eingetroffen.

Gerüchte über ein erneutes Erdbeben lösten in der ostafghanischen Provinz Nangarhar eine Massenpanik mit mehreren Verletzten aus. "Studenten wachten auf und schrien, dass es zu einem weiteren Erdbeben gekommen sei, und rannten aus ihren Schlafsälen heraus", sagte der stellvertretende Direktor der Universität Nangarhar, Nasrullah Kamawal. 27 Menschen seien verletzt worden, drei davon schwer.

Kommentare

Meistgelesen

„Nur noch Schutthaufen“ - Reifenlager komplett niedergebrannt
„Nur noch Schutthaufen“ - Reifenlager komplett niedergebrannt
Mann nach Sex mit Schülerin (13) in Berlin vor Gericht
Mann nach Sex mit Schülerin (13) in Berlin vor Gericht
Hamburger Polizei fängt entlaufene Rinder im Elbtunnel
Hamburger Polizei fängt entlaufene Rinder im Elbtunnel
Tot: Techniker fällt in Supermarkt in Fritteuse mit kochendem Fett
Tot: Techniker fällt in Supermarkt in Fritteuse mit kochendem Fett
Wie schrecklich! Kölner Zoo muss Elefantenbaby einschläfern
Wie schrecklich! Kölner Zoo muss Elefantenbaby einschläfern