Urteil gefallen 

Er attackierte Rettungskräfte - das ist die Strafe für seine „hässliche Tat“  

Als Rettungssanitäter seinen leblos am Boden liegenden Freund versorgen wollten, ging ein arbeitsloser 20-Jähriger auf die beiden Beamten los. Jetzt fiel das Urteil für seine „hässliche Tat“. 

Berlin - Weil er Rettungskräfte bei einem Einsatz an einem Berliner U-Bahnhof attackiert und verletzt hatte, ist ein 20-Jähriger zu einer Jugendstrafe von zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem soll er 200 Stunden Arbeit leisten, um für zwei Geschädigte ein Schmerzensgeld von je 700 Euro zu erarbeiten.

Der arbeitslose 20-Jährige sei im Juni 2017 zunächst auf zwei Beamte der Feuerwehr losgegangen, als diese seinen leblos am Boden liegenden Freund versorgen wollten, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch. Kurz darauf habe er einen Rettungssanitäter und einen Polizisten angegriffen. Drei Geschädigte hätten bei der „hässlichen Tat“ unter anderem Prellungen erlitten.

Der 20-Jährige hatte in dem Prozess um Körperverletzung, tätlichen Angriff auf Hilfeleistende der Feuerwehr, Beleidigung und Widerstand erklärt, er habe unter erheblichem Einfluss von Ecstasy und Alkohol gestanden. Er könne sich an das, was am U-Bahnhof Tierpark im Berliner Bezirk Lichtenberg geschah, kaum erinnern. „Ich sehe aber ein, dass ich einen Fehler gemacht habe.“ Eigentlich sei er „kein aggressiver Mensch“.

dpa

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / dpa Picture-Alliance / Felix Hörhager

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