1459 Anfragen von Freiwilligen

Ebola: Deutsche Erkundungsteams in Afrika

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Schutzanzüge sollen die Helfer vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen Virus schützen.

Berlin - Zwei Ebola-Erkundungsteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind am Donnerstag in Sierra Leone und Liberia eingetroffen.

Sie sollten den Einsatz freiwilliger Helfer in Westafrika vorbereiten, teilte das DRK in Berlin mit. In Kenema in Sierra Leone sei eine Behandlungsstation für Ebola-Kranke geplant. In Liberia werde mit Unterstützung der Bundeswehr die Errichtung eines mobilen Krankenhauses geprüft.

Nach dem gemeinsamen Aufruf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), DRK und Bundesärztekammer seien 1459 Anfragen eingegangen. Von den 281 konkreten Bewerbern sind nach DRK-Angaben 97 grundsätzlich geeignet. Ein Helfer müsse eine gewisse medizinische Erfahrung haben und zudem von seinem Arbeitgeber mindestens acht Wochen lang freigestellt werden, erläuterte eine DRK-Sprecherin.

Voraussetzungen für Helfer

Gesucht werden daher weiterhin vor allem Ärzte, Hebammen, Physiotherapeuten, Pflegepersonal, Pharmazeuten, Labortechniker und Röntgenfachkräfte. Die Bewerber müssten auch tropentauglich sein und sehr gut Englisch sprechen, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Zuvor hatte bereits Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zum Ebola-Einsatz in Westafrika aufgerufen, worauf sich Tausende Soldaten und Zivilisten gemeldet hatten.

Am Donnerstag war in Leipzig der inzwischen dritte Ebola-Patient in Deutschland eingetroffen.

Ebola: Darum ist die Krankheit so gefährlich

dpa

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