Unfallforscher: Miese Bremsen von Wohnmobilen bergen Risiko

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Crashtext: Das geschieht, wenn ein Campingmobil mit rund 70 Stundenkilometern auf ein stehendes Auto auffährt. Foto: Bernd Thissen

Münster (dpa) - Viele schwere Unfälle mit einem Wohnmobil wären nach Ansicht von Unfallforschern mit besseren Bremsen vermeidbar. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung von Crashtest-Experten vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Demnach sind Unfälle mit Reisemobilen zwar sehr selten - 2015 machten sie nur 0,18 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden aus. Wenn es kracht, gibt es aber oft Tote oder Schwerverletzte - häufiger aufseiten der Unfallgegner als bei den Reisemobilinsassen, wie eine Analyse der Unfallstatistik zeigt.

Häufig handele es sich dabei um Auffahrunfälle. Eine Ursache für die Zusammenstöße sehen die Experten in den langen Bremswegen von 60 Metern. Angesichts des großen Gewichts der rollenden Wohn- und Schlafzimmer, die zudem nicht selten überladen seien, sei es inakzeptabel, dass die Bremsleistung sich deutlich unter dem Niveau normaler Personenwagen bewege, kritisierte der Studienleiter Siegfried Brockmann.

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