Prozess wegen fahrlässiger Tötung

Costa-Kapitän verteidigt sich vor Gericht

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Der ehemalige Kapitän der Costa Concordia, Francesco Schettino, muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

Grosseto - Francesco Schettino, ehemaliger Kapitän der Costa Concordia hat sich vor Gericht gegen Vorwürfe verteidigt - mit einer fragwürdigen Aussage.

Auf dem Schiff „bin ich als Kommandant der erste nach Gott“, sagte Francesco Schettino am Mittwoch vor dem Gericht im toskanischen Grosseto. Nach der Havarie des Kreuzfahrtkolosses mit 32 Toten im Januar 2012 habe er nicht sofort Alarm ausgelöst, um das Schiff noch möglichst nah an die Insel heranzusteuern. „Sonst wären die Leute ins Meer gesprungen, als die Concordia nach dem Aufprall noch auf hoher See war“, erklärte der 54-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa.

Zudem habe er dem Schiffspersonal Anweisungen gegeben, die Passagiere zu beruhigen. „Ich habe eine Panik befürchtet“, sagte Schettino, der sich seit Sommer vergangenen Jahres als einziger Angeklagter für das Unglück vor Gericht verantworten muss. Ihm wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die Costa Concordia hatte vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen gerammt und was gekentert. Bei dem Unglück starben 32 Menschen, darunter zwölf Deutsche.

dpa

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