Personalmangel wegen Corona

Reisechaos zu den Sommerferien? Eurowings streicht erneut zahlreiche Flüge – Streik bei Malle-Fliegern

Kurz vor dem Ferienstart in NRW streicht die Lufthansa-Tochter Eurowings erneut Dutzende weitere Flüge. Dazu kündigen sich Streiks bei Easyjet und Ryanair an.

Düsseldorf – Steht jetzt schon das nächste Flugchaos an? Vergangenes Wochenende brauchten Passagiere am Flughafen Düsseldorf gute Nerven. Die Lufthansa-Tochter Eurowings sagte kurzfristig mehrere Flüge am vergangenen Sonntag ab.

Lufthansa-Tochter Eurowings streicht erneut kurzfristig Flüge

Jetzt streicht Eurowings Dutzende weitere Flüge, wie tageschau.de berichtet. Am Mittwoch und Donnerstag fallen rund 40 Flüge von täglich rund 500 aus. Betroffen seien vor allem die beiden Abflugsorte Düsseldorf und Köln-Bonn. Beim Bodenpersonal an den Flughäfen, aber auch steigende Corona-Infektionszahlen beim Flugpersonal machten der Airline nach eigenen Angaben zu schaffen. In den kommenden Tagen müssten weitere Flüge aus dem System genommen werden. Die Ausfälle würden die Personalreserven übertreffen, erklärte demnach ein Sprecher.

Bei Eurowings sind am Mittwoch Flüge von Düsseldorf (DUS) nach Newcastle, Krakau, Zürich und Hamburg betroffen, wie auf der Webseite des Airports zu erkennen ist. In Köln-Bonn sind laut den Abflug-Infos unter anderem Flüge nach Faro, Berlin, Zürich, Hamburg, London und Rom annulliert.

Lufthansa und Eurowings: Droht Deutschland Reisechaos an den Flughäfen zu den Sommerferien?

Um ein drohendes Flugchaos in den Sommerferien abzumildern, zogen die Lufthansa und die Tochter Eurowings schon die Reißleine. Mehr als tausend Flüge im Juli haben die Airlines allein von Frankfurt und München gestrichen. Auch Easyjet nahm kurzerhand 1.000 Flüge aus dem Programm. Am Pfingstwochenende strandeten tausende Briten wegen gestrichener Flüge im Ausland. Die niederländische Fluglinie KLM hatte tausende Fluggäste an verschiedenen Flughäfen in Europa einfach sitzen gelassen.

Flugchaos zum Beginn der Sommerferien in NRW?

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) startet in die Sommerferien. Am ersten Ferienwochenende dürfte an den Flughäfen und auch auf den Straßen einiges los sein. Derzeit kämpfen alle Flughäfen in Europa mit Personalmangel. Reisende müssen sich auf lange Warteschlangen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle gefasst machen. Wenn, der Flieger in den Urlaub denn überhaupt abhebt. Geplante Streiks könnten den Reiseverkehr in Europa mitten im Ferientrubel weiter beeinträchtigen.

Streik-Alarm bei Easyjet und Ryanair in Spanien

Zum Ferienstart in NRW sind Streiks bei mehreren Airlines geplant. Das Kabinenpersonal der Billigairline Easyjet in Spanien will an insgesamt neun Tagen für mehr Geld streiken. Wie die spanische Gewerkschaft USO mitteilte, sind zwischen dem 1. und 3. Juli, zwischen dem 15. und 17. Juli und zwischen dem 29. und 31. Juli bei Easyjet Streiks geplant. Zu diesen 24-Stunde-Stopps werden USO zufolge 450 Flugbegleiter der britischen Airline an den Easyjet-Standorten El Prat- (Flughafen Barcelona), Malaga und Palma de Mallorca aufgerufen.

Streik-Kalender von Easyjet und Ryanair

  • Easyjet in Spanien: Streikaufruf für den 1., 2., 3., 15., 16., 17., 29., 30. und 31. Juli.
  • Ryanair in Spanien: Streiks am 24., 25., 26. und 30. Juni sowie am 1. und 2. Juli.

Ryanair-Mitarbeiter in Spanien zu Ferienbeginn zum Streik aufgerufen

Zuvor hatten die spanischen Gewerkschaften (USO und SITCPLA) ihre Mitarbeiter bei der Billigfluggesellschaft Ryanair zum Beginn der Sommerferien zum Streik aufgerufen. Die Ryanair-Crew-Mitglieder sind demnach aufgerufen am 24., 25., 26. und 30. Juni sowie 1. und 2. Juli die Arbeit niederzulegen.

Ryanair ist nach Angaben der Gewerkschaften die einzige internationale Fluggesellschaft ohne Tarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen für das spanische Personal festlegt. Die Airline hatte zwar mit einer kleineren Gewerkschaft eine Einigung erzielt, diese ist aus Sicht der Gewerkschaften USO und SITCPLA jedoch unzureichend und verstößt gegen spanisches Arbeitsrecht. Ryanair erklärte, die Vereinbarung habe echte Verbesserungen für das Personal gebracht. (ml)

 

Rubriklistenbild: © Augst/imago

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