Seuche breitet sich aus

Cholera-Epidemie im Kongo: 35 Tote

Kinshasa/Goma - Eine Cholera-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat in den vergangenen Tagen Dutzende Menschenleben gefordert.

Die Behörden erklärten am Freitag, dass seit der Meldung der ersten Fälle am vergangenen Mittwoch bereits 35 Menschen gestorben seien.

Der Bürgermeister der Stadt Goma, Nason Kabuya Ndowole, bestätigte die Zahl und betonte, die Regierung sei im Einsatz, um die Seuche einzudämmen. Es wird vermutet, dass die Erkrankten verunreinigtes Wasser aus dem naheliegenden Upemba-See getrunken haben.

Ndowole sagte, in den betroffenen Gebieten seien Krankenstationen eingerichtet worden. Insgesamt würden dort über 90 Betroffene behandelt. Zeugen zufolge sind die Ärzte aber völlig überfordert mit der Situation. Einige Patienten hätten nicht einmal ein Bett zur Verfügung und lägen auf dem Boden, hieß es.

Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit vorwiegend des Dünndarms, die meist über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen wird. Die Krankheit löst starken Durchfall sowie Erbrechen aus und kann unbehandelt zum Tod führen. Bei Kontakt mit Erbrochenem oder Stuhl betroffener Patienten ist auch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich.

dpa

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