Bergung schwierig

Busunfall in Peru: Drei Karlsruher Studenten tot

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Rettungskräfte suchen im Fluss Mantaro in Huancavelica (Peru) mit einem Schlauchboot nach Opfern des Busunfalles. 

Vier Karlsruher Studenten besuchen eine Hochzeit in Peru. Ihr Bus stürzt in eine Schlucht. Bislang sind zwei Tote bestätigt. Die Bergung der Opfer in einer Schlucht ist extrem schwierig.

Lima/Karlsruhe  - Update vom 6. November 2017: Nach einem schweren Busunglück in Peru hat das Auswärtige Amt in Berlin den Tod eines dritten Deutschen bestätigt. Eine vierte Person deutscher Staatsangehörigkeit werde noch vermisst, teilte die Behörde am Montag mit.

Weitere Einzelheiten zu Geschlecht und Alter der Betroffenen wurden nicht bekanntgegeben. Bei allen vier handelt es sich nach Informationen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) um Informatikstudenten der Hochschule.

Das Unglück geschah bereits am vorletzten Wochenende. Ein mit 45 bis 50 Menschen besetzte Bus kam von der Straße ab und stürzte einen 200 Meter tiefen Abhang hinab in den Fluss Mantaro, in dem er versank. Dabei sollen mehr als ein Dutzend Menschen gestorben sein; weitere werden noch vermisst.

Die vier Karlsruher Studenten hatten vor dem Unglück die Hochzeit eines Freundes besucht.

Busunglück in Peru

Zwei weitere Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) waren auch in dem Bus und wurden am Samstag noch vermisst, wie das Landeskriminalamt in Stuttgart auf Anfrage mitteilte. Bei den zwei Toten handelte es sich um einen Mann und eine Frau.

Eine Sprecherin des KIT sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, man hoffe sehr, dass es noch Überlebende gebe. Nach peruanischen Quellen wurden bislang zwölf Tote geborgen. Mindestens 19 weitere Menschen erlitten Verletzungen, mehrere werden vermisst.

Die Bergung der Opfer gestalte sich schwierig, weil der Bus in einem extrem unzugänglichen Gebirge in einen hochwasserführenden Fluss gefallen sei, sagte ein von den Opferfamilien beauftragter Arzt dem SWR. Demnach waren gut 20 Marinetaucher im Einsatz, um die Leichen aus dem Buswrack zu holen. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den Studenten um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 25 Jahren und 27 Jahren.

Ein Passagier sagte dem peruanischen Rundfunksender RPP, ein Lastwagen habe den Bus mit 45 Insassen in einer Kurve von der Straße abgedrängt. Das Fahrzeug sei daraufhin bei der Ortschaft Huancavelica in die Tiefe gestürzt und im Mantaro-Fluss versunken.

Wie der SWR auf seiner Internetseite schreibt, waren die vier Informatikstudenten nach Angaben des Arztes mit dem Bus auf dem Rückweg von der Hochzeit eines Freundes.

dpa

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