Wut-Post bei Facebook

Zufahrt zugeparkt! Bürgermeister rechnet nach Kita-Unfall mit Eltern ab: „SCHÄMT EUCH!!!“

Unfassbarer Vorfall in Sachsen: Nach einem Unfall in einer Kita ist der Rettungsweg zum Kindergarten blockiert. Ausgerechnet einige Eltern haben die Zufahrt zugeparkt. Jetzt hat der Bürgermeister der Gemeinde in einem Wut-Post mit ihnen abgerechnet.

Neukirchen/Erzgebirge - „Das Verhalten der Betroffenen ist an Dummheit und Ignoranz durch nichts mehr zu überbieten“, schimpft Sascha Thamm, Bürgermeister der Gemeinde Neukirchen im Erzgebirge (Sachsen). In einem langen Wut-Post auf Facebook rechnet das Gemeinde-Oberhaupt mit einigen Eltern des Örtchens ab. Denn ausgerechnet die haben kürzlich die Rettungszufahrt zum Kindergarten zugeparkt und damit den Einsatz der Retter nach dem Unfall eines Kindes behindert, schreibt Thamm in seinem Brief. 

Nicht zum ersten Mal war der Rettungsweg vor dem Kindergarten blockiert. Doch damit nicht genug. Den Ausführungen des Gemeindesoberhauptes zufolge, seien die Einsatzkräfte auch noch von den Eltern behindert worden. Durch zahlreiche „Gaffer“, wie Thamm sie bezeichnet, hätten die Retter kaum Platz gehabt. Andere hätten ihre Kinder hochgehoben, damit diese ins Innere des Einsatzfahrzeuges schauen konnten.

„Ich schäme mich für euch in Grund und Boden“

„Geht‘s noch?“, fragt der fassungslose Bürgermeister und findet klare Worte: „Das Verhalten der Betroffenen ist an Dummheit und Ignoranz durch nichts mehr zu überbieten. Ich schäme mich für euch in Grund und Boden und bin maßlos enttäuscht und entsetzt. Ich finde ehrlich gesagt überhaupt keine Worte mehr.“

„Es könnte euer Kind sein“

„Stellt euch mal vor, es wäre euer eigenes Kind gewesen. SCHÄMT EUCH!!!“, appelliert er weiter. Zum Glück ist das Ganze in diesem Falle glimpflich ausgegangen. Nicht auszudenken, wie die Situation bei einer ernsthaften Verletzung geendet hätte.

Und auch Konsequenzen zieht Thamm aus den Geschehnissen. Er kündigt an, in Zukunft noch viel genauer auf die Einhaltung der Parkordnung achten zu wollen. „Ich bin immer im Dienst!!! Versprochen. Ich mach die Faxen nicht mehr mit. SCHÄMT EUCH!!!“ beendet er seinen Wutanfall.

Facebeook-User stimmen Bürgermeister zu

In den meisten Facebook-Kommentaren wird dem Bürgermeister beigepflichtet. „Top-Ansage und völlig verständlich“ loben die einen. Die anderen hoffen auf Einsicht der Eltern: „Hoffentlich kommt diese Ansage auch bei ALLEN an!!!“. Dass der Vorfall und das Verhalten der verantwortlichen Autofahrer einfach nur „traurig“ ist, da sind sich die meisten Facebook-User einig.

Um in das Thema Rettungswege endlich Bewegung zu bringen, will die Polizei künftig stärker gegen Rettungsgassen-Muffel vorgehen. Wie die perfekte Rettungsgasse aussehen kann, hat kürzlich ein Einsatz im oberbayerischen Freising bewiesen, wie ein Bild auf merkur.de* zeigt.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

va

Rubriklistenbild: © Facebook Sascha Thamm

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