Nach Angriff während Fußballspiel

Brutale Sportplatz-Schläger zu Haftstrafen verurteilt

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Zwei der Angeklagten mit ihren Rechtsanwälten während des Prozesses zu dem brutalen Schläger-Angriff während eines Fußballspiels im November 2016 in Jülich.

Jülich - Eine Horde von Männern stürmt einen Fußballplatz und prügelt brutal auf Menschen ein. Zehn Verletzte sind zu beklagen. Nun, ein halbes Jahr nach der Tat, muss ein Teil der Meute hinter Gitter.

Eine wütende Meute hatte Spieler und Zuschauer zusammengeschlagen: Ein halbes Jahr nach einem Überfall auf ein Fußballspiel in Jülich bei Aachen sind sieben Täter zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Drei Angeklagte müssen wegen gefährlicher Körperverletzung bis zu drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Bei vier weiteren Angeklagten wurde die Haft zur Bewährung ausgesetzt. Ein Angeklagter wurde von den Richtern freigesprochen. Das Landgericht Aachen verkündete die Urteile. Die Verteidiger hatten im Prozess durchgängig Bewährungsstrafen gefordert.

Rache für Ehrverletzung

Die Männer mit türkischen Wurzeln hatten laut Anklage im November 2016 die Ehrverletzung eines Freundes rächen wollen. Bei der Attacke hatten sie es demnach auf einen deutsch-libanesischen Spieler abgesehen. Dabei prügelten und traten sie auch andere Spieler, selbst als sie noch am Boden lagen. In einzelnen Fällen setzten sie laut Anklage Baseballschläger oder Schlagring ein. Zehn Menschen wurden verletzt, etwa durch Knochenbrüche, Prellungen oder Platzwunden.

Der Bruder eines Angeklagten war laut Anklage zwei Tage vor dem Angriff mit einem Deutsch-Libanesen aneinander geraten und hatte dabei den Kürzeren gezogen. Diese Ehrverletzung wollten die Angeklagten rächen. Bei dem Platz-Sturm kurz vor dem Anpfiff des Bezirksliga- Spiels sollen insgesamt 20 Angreifer mitgemacht haben, aber nur acht wurden ermittelt. Zentrales Beweismittel in den Verfahren war ein Video aus einer Kamera, die der Verein für die Spielanalyse einsetzt.

Die Männer hätten ihren Rachegelüsten freien Lauf gelassen, und das vor den Augen von Zuschauern, darunter auch Kinder, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer festgestellt.

dpa

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