Brandkatastrophe in Südkorea

Inferno in Krankenhaus tötet über 40 Menschen

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Feuerwehrmänner verschaffen sich nach den Löscharbeiten in dem ausgebrannten Gebäude einen Überblick.

Es ist die schlimmste Brandkatastrophe in Südkorea seit über zehn Jahren: Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in der Stadt Miryang sind am Freitag mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen.

Miryang - Nach Angaben der Feuerwehr wurden mehr als 80 weitere Menschen verletzt, als das Feuer aus zunächst unbekannter Ursache am Morgen im ersten Stockwerk des sechsstöckigen Gebäudes ausbrach.

Die Opferzahl erhöhte sich in den Stunden nach Ausbruch des Feuers immer weiter. Gegen Mittag lag die Zahl bei 41, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete.

"Zwei Krankenschwestern haben gesehen, dass plötzlich ein Feuer in der Notaufnahme ausbrach", sagte Feuerwehrchef Choi Man Woo. Alle Patienten seien hinausgebracht worden. Auch das ebenfalls in dem Gebäude untergebrachte Pflegeheim sei evakuiert worden.

Dramatische Szene bei der Evakuierung

Bei der Evakuierung dürften sich dramatische Szenen abgespielt haben. Laut Choi zog sich die Rettung von 15 Patienten auf der Intensivstation im dritten Stock hin, weil auf Ärzte gewartet werden musste, die das Vorgehen der Feuerwehrleute überwachen.

Bei den Todesopfern handelte es sich laut dem Feuerwehrchef ausschließlich um Patienten aus dem Krankenhaus. "Viele Opfer waren aus dem ersten und zweiten Stock. Manche starben auf dem Weg in andere Krankenhäuser." Nach Angaben der Polizei befanden sich bei Ausbruch des Brandes rund 200 Menschen in dem Gebäude.

Rauchwolken dringen aus dem Klinikgebäude.

Südkoreas Präsident Moon Jae In kam zu einer Dringlichkeitssitzung mit Beratern zusammen. Er drückte sein Bedauern aus und forderte die größtmöglichen Anstrengungen, um weitere Opfer zu vermeiden. Zudem ordnete er Ermittlungen zur Ursache des Brandes an und drängte zu einer raschen Identifizierung der Toten, um Klarheit für die Angehörigen zu schaffen.

Erst vor einem Monat hatte eine schwere Brandkatastrophe Südkorea erschüttert:In einem Fitnessclub in der Stadt Jecheon waren im Dezember 29 Menschen getötet worden. Experten zufolge hatte eine leicht entflammbare Außenverkleidung mit zu der Katastrophe geführt.

Im Jahr 2008 waren 40 Menschen bei einem Brand in einem Lager in Incheon ums Leben gekommen. Das schlimmste Feuer in Südkorea überhaupt gab es im Jahr 2003, als bei einem Brandanschlag auf die U-Bahn in Daegu 192 Menschen starben und fast 150 weitere verletzt wurden.

AFP

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