Illegales Autorennen

BGH hebt Bewährung bei Strafen für Kölner Autoraser auf

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Tödlicher Unfall bei illegalem Autorennen. 

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Aussetzung zur Bewährung der Haftstrafen für die verurteilten Kölner Autoraser aufgehoben. 

Karlsruhe - Der BGH verwies das Verfahren in der am Donnerstag in Karlsruhe verkündeten Entscheidung an das Landgericht Köln zurück. Die beiden Männer müssen nun befürchten, dass sie die Haftstrafen verbüßen müssen.

Nach einem illegalen Autorennen mit tödlichen Folgen hat das Kölner Landgericht zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt. 

Sie waren im April 2015 bei einem illegalen Autorennen in der Stadt für den Tod einer 19-jährigen Fahrradfahrerin verantwortlich. 

Die damals 21 und 22 Jahre alten Männer hatten sich im April 2015 ein spontanes Rennen geliefert. Bei Tempo 95 in der Stadt schleuderte eines der Autos aus der Kurve und traf auf dem Radweg eine 19 Jahre alte Studentin, die später starb. 

Darum hob der BGH die Bewährung auf

Der BGH begründete die Aufhebung der Bewährung damit, dass die Angeklagten den Tod ihres Opfers zwar fahrlässig verursacht, das Rennen aber vorsätzlich gefahren und die Gefahr durch ihre aggressive Fahrweise bewusst herbeigeführt hätten. Das Landgericht hätte zudem bedenken müssen, wie sich eine Strafaussetzung zur Bewährung auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirke.

Illegale Rennen in Deutschland ein Problem

Illegale Rennen gibt es immer wieder in ganz Deutschland - sei es in Innenstädten, in Gewerbegebieten oder auf Autobahnen. 

Die Fachleute unterscheiden dabei zwischen zwei Arten von Rennen: zum einen organisierte Veranstaltungen mit festgelegtem Start- und Zielort, bei denen manchmal sogar Geldpreise ausgelobt werden. Zum anderen spontane Rennen. Die verlaufen oft so, dass zwei Fahrer an einer roten Ampel Blickkontakt aufnehmen und bei Grün losdüsen - wer zuerst die nächste Ampel erreicht, hat gewonnen.

So hart sind die Strafen für Autoraser

Autorasern drohen künftig generell härtere Strafen. Der Bundestag beschloss Ende Juni, Straßenrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat zu ahnden. Veranstalter und an den Rennen beteiligte Fahrer werden demnach mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Haft belegt. Kommen Menschen ums Leben oder werden sie schwer verletzt, drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Durch die Neuerung wird es zudem möglich, die Autos der Beteiligten zu beschlagnahmen und ihnen den Führerschein wegzunehmen.

Protestplakat gegen Raserei im Straßenverkehr

AFP/dpa

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