Fahren ohne Fahrerlaubnis

„Er ist ein Problemkind“: 11-Jähriger fährt mit Auto von Berlin nach Brandenburg – und muss nun wohl ins Heim

Auto von innen, im Hintergrund Straße
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Er wollte einmal wissen, wie Autofahren geht – darum schnappte sich ein Elfjähriger kurzerhand die Autoschlüssel des Familienwagens und fuhr los. (Symbolbild)

Nach einer illegalen Spritztour mit dem Familienwagen, soll ein 11-jähriger Junge ins Heim kommen.

Oberkrämer - Ein Junge aus Oberkrämer in der Oberhavel soll den Autoschlüssel zum Mercedes der Familie stibitzt und einen Roadtrip in Richtung Hauptstadt gemacht haben, wie Bild.de berichtete. Weil er erst elf Jahre alt ist, hat er natürlich noch keinen Führerschein. Auch an Fahrpraxis dürfte es dem Jungen gemangelt haben, sodass das Auto der Familie bei der Spritztour ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Jetzt soll der minderjährige Autodieb ins Heim kommen.

Elfjähriger klaut Auto seiner Pflegeeltern und macht einen Roadtrip in Richtung Berlin

Es war dem Bericht zufolge ein Montagabend, an dem eine 64-Jährige mit ihrem 40-jährigen Sohn nach Hause gekommen ist und das Fehlen des Elfjährigen bemerkt wurde. Als er auf die Anrufe nicht reagierte und man zwei Stunden lang die Gegend abgesucht hatte, wurde die Polizei eingeschaltet.

Der vermisste Junge kam mit gerade einmal zwei Monaten als Pflegekind in die Familie, trotzdem waren seine Pflegeeltern dem Bericht zufolge wie seine eigenen Eltern für ihn. Die 64-jährige Pflegemutter gab allerdings an, dass „schon viel Mist passiert“ sei und man den Elfjährigen nicht alleine lassen könne.

Polizei bestätigt, dass er bei der Fahrt gesehen wurde: Warum stoppte niemand das Kind am Steuer des geklauten Autos?

Laut Bericht soll die Polizei bestätigt haben, dass der elfjährige Fahrer des Wagens sogar in Berlin am Steuer gesehen worden sei. Weshalb niemand einschritt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Anhand des Navigationsgeräts im Wagen wurde die Route des minderjährigen Autodiebs rekonstruiert. So fuhr er raus aus Berlin und anschließend durch ganz Brandenburg.

Berlin: Immer wieder streifte der Junge mit dem Auto die Leitplanken auf der Autobahn

Glücklicherweise baute der Junge keinen Unfall, bei dem er selbst oder andere Menschen verletzt wurden. Immer wieder kommt es in der Hauptstadt zu kuriosen Autofahrten, wie beispielsweise der gegen eine Laterne, in einen Imbiss oder gar durchs Brandenburger Tor. Allerdings wurde das Auto der Pflegeeltern ganz schön ramponiert. Denn der Elfjährige streifte bei seiner Spritztour auf der Autobahn immer wieder die Leitplanken. Weil er irgendwann nicht mehr weiterfahren konnte, hielt er an einem Parkplatz und rief zuhause an. Er wisse nicht mehr, wo er sei und bat darum, abgeholt zu werden. Aber auch seine Pflegeeltern wussten nicht, wo genau sich der Junge befand.

Elfjähriger Autodieb ruft Polizei, weil er nicht mehr nach Hause findet

So hatte er keine andere Wahl, als bei der Polizei anzurufen und auf die Polizeibeamten und -beamtinnen aus Sachsen-Anhalt zu warten. Wie sich herausstellte, befand sich der elfjährige Autodieb auf dem Parkplatz Krähenberge und damit genau eine Stunde und 22 Minuten von seinem Zuhause entfernt.

Der Junge berichtet im Interview, dass er einmal wissen wollte, wie Autofahren geht. Er sei sogar einmal geblitzt worden, hätte sich aber auf der Autobahn nicht schneller als mit 100 km/h fortbewegt, höchstens 103 km/h sei er laut Bericht gefahren.

„Er ist ein Problemkind“: Nach der Spritztour mit dem Familienauto soll der Elfjährige jetzt ins Heim kommen

Nach der Aktion wollen sich seine Pflegeeltern nicht länger um den Elfjährigen kümmern. „Er ist ein Problemkind“, sagt die Pflegemutter gegenüber Bild.de. Sie könnten die Verantwortung für ihn nicht länger übernehmen. Eigentlich hätte er bis zur Volljährigkeit in der Familie bleiben sollen. Aber auch das Jugendamt sei der Pflegemutter zufolge der Ansicht, dass es für den Jungen so besser sei. Denn in einem Heim wird er rund um die Uhr betreut. (jn)

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